Scanner und Taucher

Haben Sie Schwierigkeiten, sich zu entscheiden?
Lassen Sie sich nie richtig auf etwas ein, aus Angst, Sie könnten etwas anderes verpassen?
Bringen Sie selten etwas zu Ende?

Falls die Antworten auf alle drei Fragen JA lauten, dann sind Sie nicht unfähig, faul oder unfähig. Nein – Sie gehören einfach zu einer Gruppe von Menschen, die Barbara Sher “Die Scanner” nennt. Menschen mit einem unglaublich großen Potential, tausend Ideen und ungezügelter Lebenslust. Scanner denken anders, Scanner handeln anders. Und gerade da liegt das Problem.

In einer Gesellschaft, die Gradlinigkeit fordert, die keine Schleifen duldet, ecken Scanner ständig an. Im günstigsten Fall bezeichnet man sie allenfalls als unstet. Doch manchmal reicht die Kritik ein Leben lang unter die Gürtellinie, was dazu führt, dass der Scanner sich und sein unerschöpfliches Potential sehr früh schon in Frage stellt.

Bin ich richtig so, wie ich bin? Müsste ich nicht in der Lage sein, mich für eine Sache zu entscheiden?

Schon die Frage nach dem geeigneten Beruf kann für Scanner zur Qual werden. Mal eben schnell etwas auszuprobieren, ist halt in unserer Arbeitswelt schwierig und der ewige Praktikant zu sein – das will niemand. Gleichzeitig ist man umgeben von Tauchern – Menschen, die schon in der fünften Klasse wussten, dass sie Polizist, Krankenschwester oder Verkäufer werden wollen und das auch durchziehen.

Viele Scanner stecken den Kopf in den Sand und lassen sich von ihren Zweifeln und Selbstvorwürfen einfangen.
Dass es allerdings auch anders geht, zeigt Barbara Sher in ihrem Buch : “Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast.” Ein Buch, geschrieben für alle Menschen, die die Tatsache, dass sie vielleicht anders ticken als der Rest der Welt als Herausforderung annehmen wollen. Denn eins ist klar. Ohne die Scanner mit ihren vielen Ideen, Träumen, Vorstellungen und ihrer unglaublichen Kreativität, wäre diese Welt ziemlich grau.

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