Keine Angst vor der Angst

April 5th, 2011

Eigentlich müssten wir uns keine Sorgen machen. Der Lebensunterhalt ist für die meisten von uns abgesichert, wir leben in keinem Krisengebiet, die Gefahr, dass wir von einem Tsunamie überschwemmt oder von einem Erdbeben der Stärke 9 heimgesucht werden ist relativ gering und auch sonst stehen die Chancen gut, dass wir das Rentenalter unbeschadet erreichen.

Wo vor fürchten wir uns dann? Wie kommt es, dass immer mehr Menschen sich mit diffusen oder auch ganz konkreten Ängsten herumschlagen? Und wenn es so ist, was können wir mit dieser Angst tun? Wie können wir sie verwandeln?

Aktuell fürchten sich viele Menschen vor dem Jahr 2012. Nach dem Kalender der Maya beginnt in diesem Jahr ein neuer Zyklus für die Erde. Vorher brechen jedoch alte Strukturen zusammen, Überholtes und Starres wird sich lösen und Menschen, die nicht bereit sind, diesen Wandel zu vollziehen, wird dramatisches prophezeit.

Abgeshen davon, dass diese Thesen allgemein zu hinterfragen sind, kann aber jeder für sich mal schauen, was konkret ihm daran Angst macht. In der dynamischen Psychotherapie sagt man: “Wo die Angst ist, da ist der Weg.” Oder anders: “Der Schatz liegt hinter dem Drachen.”

Angst gehört zu uns, wie das Ein- und Ausatmen. Angst schützt uns vor Gefahren, ob sie nun echt oder eingebildet sind. Die Chance liegt darin, zu erkennen, ob die Angst der Situation angemessen ist, oder ob wir die Situation als Projektionsfläche für alte, vielleicht kindliche Ängste benutzen.

Wenn Sie unter Ängsten leiden, empfielt es sich auf jeden Fall, sich der Angst zu stellen, statt vor ihr davon zu laufen. Fragen Sie sich: “Was kann mir im schlimmsten Fall passieren?” und “Ist das meine eigene Angst oder ist es eine Angst aus meiner Kindheit?”

Wenn Sie allein keine Antworten finden, scheuen Sie sich nicht, therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Mobbing im Netz

March 29th, 2011

Dass Kinder immer häufiger von Mitschülern gemobbt werden, ist traurige Realität. Durch das Internet erfährt diese Art von Quälerei allerdings eine ganz neue Dimension. Auf Plattformen wie Isharegossip.com wird gelästert, beschimpft, verleugnet, was das Zeug hält und derjenige, den es trifft, ist weitestgehend machtlos gegen diese Art von Cyber-Mobbing.

Da nützt es wahrscheinlich auch nicht viel, dass die Bundesfamilienministerin Kristina Schröder sich dafür eingesetzt hat, dass Isharegossip.com auf den Index kommt und so nicht mehr über die gängigen Suchmaschinen gefunden wird. Die Lästerei geht trotzdem weiter, denn der Server steht in Schweden und mal so einfach abschalten kann man ihn nicht.

Was können denn nun aber Eltern tun, um ihre Kinder vor solchen Mobb-Attacken zu schützen, oder um zu verhindern, dass die eigenen Kinder zu Tätern werden.
In erster Linie ist es wichtig, sich beim Kind darüber zu informieren, in welchen Communities es sich so “herumtreibt”. Auf keinen Fall sollten Eltern das Kind ausspionieren, sich selbst bei facebook oder schülervz anmelden, um das Kind zu beobachten. Das ist ein Vertrauensbruch dem Kind gegenüber, das natürlich das Recht hat, sich auch im Netz – dem Alter angemessen – frei zu bewegen.

Anders, wenn ein konkreter Verdacht im Raum steht und das Kind sich nicht dazu äußert. Aber auch da gilt: Achten Sie die Privatsphäre Ihres Kindes.
Versuchen Sie lieber, über das offene Gespräch heranzukommen, wenn Ihnen das selbst nicht gelingt, gibt es vielleicht noch eine andere Vertrauensperson, die Sie mit einbeziehen könnten.

Wichtig ist: Nehmen Sie Ihr Kind ernst, wenn es Ihnen von solchen Mobbing-Attacken erzählt. Kaum etwas kränkt die kindliche Seele so sehr, wie die Nicht(be)achtung der eigenen Gefühle und Erfahrungen.

Die aktuellen Frühlingssterne Teil 3

March 25th, 2011

Jungfrau:

Eine Jungfrau gibt das Zepter normalerweise nicht aus der Hand. Situationen, in denen andere die Segel streichen würden, haben sie gut ihm Griff. Das könnte sich allerdings in diesem Frühling ändern. Plötzlich reißen Gefühle mit, plötzlich verabschiedet sich die Vernunft. Das ist verlockend, doch ein wenig Vorsicht ist geboten, sonst endet der wilde Gefühlstiger ganz schnell als Bettvorleger.

Waage:

Heute so, morgen so? Mal ist die eine Schale unten, mal die andere? Liebe Waage, das ist auf Dauer anstrengend. Für Sie selbst und für Ihr Umfeld, das sich immer neu auf Sie einstellen muss. Nutzen Sie die wärmenden Sonnenstrahlen, lehnen Sie sich zurück und hören Sie mal darauf, was Ihr Herz Ihnen zuflüstert. Vergessen Sie den Zwang, es allen recht machen zu wollen, sondern machen Sie es sich selbst recht. Wenn Sie mit sich selbst im Reinen sind, können Sie das dann auf Ihre gewohnt charmante Art und Weise kommunizieren.

Skorpion:

Eigentlich sind Sie ein Glückskind. Von den Sternen verwöhnt und getragen. Aktuell kann es allerdings sein, dass Ihnen das Gefühl dafür abhanden gekommen ist, weil die Dinge mal nicht so laufen, wie geplant. Die Einladung darin: Lassen Sie es so laufen, wie es ist. Konzentrieren Sie sich nicht auf den eventuellen Verlust, sondern eher auf die vielfältigen Möglichkeiten, die Ihnen nach wie vor offen stehen. Man kann nichts festhalten…

Schütze:

Gut, dass es Sie gibt und dass Sie sich um viele Belange kümmern, auch um solche, die Sie gar nicht direkt betreffen. Das finden andere Menschen manchmal nervig, andere lustig, was natürlich auch nicht in Ihrem Sinne ist, denn ein bisschen Beifall tut auch Ihnen gut. Die Aufforderung der Sterne für Sie lautet: Vergessen Sie nicht, den Fokus von den großen Dingen ab und an auch mal auf die kleinen ganz persönlichen Belange zu lenken. Vergessen Sie die Menschen um sich herum nicht. Vielleicht ist deren Kritik an Ihrem Engagement nichts weiter als ein Zeichen dafür, dass sich der ein oder andere von Ihnen vernachlässigt fühlt.

Die aktuellen Frühlings-Sterne Teil 2

March 16th, 2011

Stier:

Im Moment scheint es wohl so, als ob das Leben sich Ihnen entgegenstellt. Besonders in der Beziehung könnte das zu Problemen und Unstimmigkeiten führen. Nun sind Sie zwar gefasst genug, um darauf nicht gleich mit emotionalen Ausbrüchen zu reagieren. Trotzdem sollten Sie klar und bestimmt äußern, was Ihnen wichtig ist. Tun Sie das nicht, wäre es möglich, dass sich zu viel Frust aufstaut, den Sie dann letztendlich nicht mehr angemessen an den Mann bringen können.

Zwillinge:

In den nächsten Wochen zeigt sich Ihr zweigeteiltes Wesen besonders deutlich. Da gibt es die eine Seite, die kreativ ist, Träume und Ideen produziert und dem gegenüber steht die andere Seite, die mit Zweifeln, Ängsten und einem Hang zum Theoretisieren die Leichtigkeit schnell zunichte macht. Helfen können in dieser Situation Menschen, die Ihnen die Angst nehmen und Sie in Ihrem Tun bestärken. Sind Sie mutig genug, dann haben Sie jetzt die Chance, den ein oder anderen Traum wahr werden zu lassen. Die Sterne jedenfalls stehen auf GRÜN!

Krebs:

Natürlich erspüren Sie ziemlich treffsicher was in anderen Menschen vor sich geht. Das ist eine Särke von Ihnen, die allerdings auch ganz schnell zur Falle werden kann, wenn Sie sich nicht gut genug abgrenzen. Besonders in der Partnerschaft ist die Gefahr groß, das eigene Ich und die eigenen Ziele aus den Augen zu verlieren. In diesem Frühling gelingt es Ihnen aber, sich zu entkoppeln und die anderen auch einfach mal sein zu lassen. Das Ergebnis wird ein neues Selbstbewusstsein sein.

Löwe:

Eigentlich sind Sie ja der Macher. Zeigen wo es lang geht und führen erfolgreich andere. Die Frühlingssonne lädt Sie allerdings dazu ein, das Zepter mal abzugeben und die anderen machen zu lassen. Das geht auch damit einher, dass Sie von anderen Gegenleistungen einfordern sollten, damit die “Konten” wieder ausgeglichen sind. Leicht wird das nicht, da Sie sich über Ihre Macherqualitäten definieren. Die Zeit ist allerdings reif, das mal zu überprüfen und gleichzeitig andere innere Anteile – die des Nehmens zum Beispiel – zu bestärken.

Ihre Sterne im März Teil 1

March 14th, 2011

Der Frühling erwacht, das erste Quartal liegt fast hinter uns und so manch einer fragt sich sicher, was die kommenden Wochen so an Überraschungen bereithalten. Wir blicken mit Ihnen in die März-Sterne!

Steinbock: Haben Sie bisher alles gern geplant und berechnet, zeigt Ihnen das Leben nun, dass es manchmal Erstens anders kommt und Zweitens, als man denkt. Lassen Sie los. Geben Sie sich dem Leben hin und erfahren Sie, dass man durch manche Situationen einfach getragen wird, ohne Gefahr zu laufen, in den nächsten Abgrund zu stürzen!

Wassermann: Eigentlich stehen die Zeichen auf Liebe. Und zwar auf berauschende Liebe. Und genau das könnte für Sie zum Problem werden. Sie halten nämlich gern alle Bälle oben und die Kontrolle zu haben, ist überaus wichtig für Sie. Sie lassen sich nicht gern einfangen. Obwohl Sie auf der anderen Seite im Moment Ihre Reize gern zur Schau stellen. Das Ergebnis ist Verwirrung und zwar auf beiden Seiten. Reden Sie Klartext! Sagen Sie, was Sie wollen und zwar am besten von Anfang an.

Fische: Waren die letzten Wochen anstrengend für Sie, dann dürfen Sie sich jetzt auf ein wenig Ruhe freuen. das Auf und Ab wird zu einem steten Fluss und Sie können Luft holen und stolz auf sich sein. Genießen Sie das Gefühl, etwas bewegt und gelernt zu haben! Und vor allem, verinnerlichen Sie all das, was Sie erfahren haben und was Ihnen in Zukunft hilft, anderen Ihre Grenzen zu zeigen.

Widder: Loslassen und Vertrauen sind angesagt. Und das für Sie, wo Sie doch so gern bestimmen, was wie wo und wann gemacht wird. nun ist es Zeit, das Zepter mal abzugeben und die Dinge einfach auf sich zukommen zu lassen. Und siehe da, es klappt. Freuen Sie sich auf die Geschenke, die Ihnen das Leben darreicht, ohne, dass Sie etwas dafür tun müssen!

Der Weg des Künstlers

March 11th, 2011

Hat Kreativität in Ihrem Leben Platz? Oder gehören Sie auch zu den Menschen, die sagen, Kreativität das ist nur etwas für die anderen? Halten sich selbst nicht für begabt genug oder finden, dass Kreativität etwas für Spinner und Künstler ist?

Dann wird es Zeit umzudenken, denn Kreativität kann der Schlüssel zu einem mehr an Lebensglück sein. Kreativität bereichert Ihr Leben. Es wird bunter, erfüllter – selbst wenn Sie nicht wie ein Picasso malen oder wie eine Jane Austen schreiben. Darum geht es in dem Buch “Der Weg des Künstlers” auch nicht. Vielmehr geht es um die Lebensfreude, die durch kreative Beschäftigungen in uns geweckt wird.
Julia Cameron hat erkannt, dass wie wichtig das für uns ist und hat ein wunderbares Buch geschrieben, das jedem, der die Kreativität wieder in sein Leben lassen will, Mut macht, motiviert und ihn begleitet.

“Der Weg des Künstlers” ist ein Arbeitsbuch. Ein zwölf Wochen Programm, das Ihnen hilft, alles beiseite zu räumen, was Ihnen bisher den Zugang zu Ihrer Kreativität verstellt hat. Ängste, Schuldgefühle oder ein negatives Selbstbild. Die meisten von uns wurden nie ermutigt, ihre kreative Seite auszuleben. Kinderkram, sinnloser Zeitvertreib, brotlose Kunst – es gibt viele Erfahrungen, die unser kreatives Können ausgebremst haben.

Aber und das ist die gute Nachricht, Kreativität geht nicht verloren. Wir können sie wiederentdecken und für alle Bereiche unseres Lebens nutzen. Egal ob im Job, in der Familie oder Freizeit – kreative Gedankengänge und Handlungen bringen Farbe ins Leben.

Also – fassen Sie sich ein Herz. Besiegen Sie die Angst vor dem weißen Blatt Papier, vor der Leinwand oder dem Klavier. Gestatten Sie sich, noch einmal Anfänger zu sein und dann erfahren Sie, wie befreiend es sein kann, die Zeit in Farben zerfließen zu lassen.

Richtiges Zeitmanagement

March 10th, 2011

“Ich habe keine Zeit” ist wohl ein Satz, der jedem von uns ab und an über die Lippen kommt. Dabei ist dieser Satz absolut unwahr. Und das in jeder Situation, denn Zeit haben wir immer. Niemand kann sie uns wegnehmen. Zeit ist einfach da. Für jeden Menschen exakt 24 Stunden pro Tag.
Nur das, womit wir diese Zeit füllen gibt uns das Gefühl, wir hätten keine Zeit.

Richtig wäre also statt: “Ich habe keine Zeit” den Satz: “Dafür habe ich keine Zeit, weil ich sie für etwas anderes nutze.” zu sagen. Das entspricht der Wahrheit.

Im Grunde ist das schon mal ein Ansatz, wenn es darum geht, sein Zeitmanagement zu verbessern. Nehmen Sie sich einen Kalender und tragen Sie all die Zeiten ein, die schon verplant sind. Unterscheiden Sie nach Familie, Beruf, Freizeit, Engagement.

Dann überprüfen Sie mal, ob Sie diese Zeit auch wirklich dafür einsetzen wollen, oder ob Sie es aus Verantwortungs- und Pflichtgefühl heraus tun.

Schauen Sie sich die Zeit-Lücken an.Was tun Sie für gewöhnlich in dieser Zeit? Fernsehen, entspannen, im Internet surfen?
Und nun auch hier wieder die Frage:  Wollen Sie Ihre Zeit genau mit diesen Dingen verbringen?

Letztendlich geht es darum, zu erkennen, dass nie der Mangel an Zeit das Problem und der Grund dafür  ist, dass wir bestimmte Dinge nicht angehen. Unterm Strich ist es die Art und Weise, wie wir unsere Zeit nutzen.

Sie wollen ein Buch schreiben? Haben dafür aber keine Zeit? Dann schauen Sie sich ein Buch mal an. Es besteht aus einzelnen Sätzen. Schreiben Sie die auf. Jeden Tag vier bis fünf. Irgendwann ist es ein Buch.

Sie wollen eine Sprache lernen? Haben dafür aber keine Zeit? Dann lernen Sie jeden Tag zwei bis drei Wörter. Irgendwann beherrschen Sie die Sprache.

Es ist nie die Frage der Zeit – es ist die Frage des Wollens!

Halt den Mund, hör auf zu heulen…

March 8th, 2011

und lebe endlich!

So der Titel von einem Buch, das in Amerika lange in den Bestsellerlisten der Beratungsliteratur stand. Autor Larry Winget ist erfolgreicher Coach und Speaker und nimmt absolut kein Blatt vor den Mund.

Für ihn steht fest, dass jeder genau das Leben hat, das er haben will. Und dass jedes Jammern und Klagen darüber nur verschwendete Energie ist.
Halt den Mund, hör auf zu heulen… ist kein Selbsthilfebuch im klassischen Sinne. Es wird Ihnen nicht die Seele streicheln und Sie in Ihrer Opfer-Rolle bestätigen. Vielmehr schreit der Autor Sie an, doch endlich mal den Hintern hoch zu kriegen und sich für Ihr Leben wirklich einzusetzen.

Das ist nicht immer angenehm, aber Larry Winget will auch nicht bequem und angenehm sein. Und er will auch nicht, dass Sie ihn mögen. Im Gegenteil. Was Sie von ihm halten, ist ihm so ziemlich egal.

Und vielleicht macht das den Charme dieses Buches aus. Da wird man von einem Menschen gemaßregelt, beschimpft und beleidigt und muss am Ende feststellen, dass Larry Winget natürlich Recht hat mit all dem, was er über Opfer-Rollen und Selbstbetrug sagt. Er bringt es ungeschminkt auf den Tisch und bietet sich sogar noch dafür an, dass man den Frust und Ärger, den man eigentlich auf sich selbst hat, kurzzeitig auf ihn projizieren darf.

Insofern ist es ein unterhaltsames Buch, das den ein oder anderen sicher dazu bringt, endlich den Hintern von der Couch zu erheben und Dinge anzupacken, die schon lange getan werden müssen.
All die anderen werden das Buch wahrscheinlich schon nach den ersten Seiten weglegen.

Älterwerden – ja bitte!

March 6th, 2011

Die meisten Menschen fürchten sich davor, älter zu werden. Sie glauben, dass mit zunehmendem Alter die Lebensqualität und damit auch die Zufriedenheit abnimmt. Eine amerikanische Studie hat nun etwas gänzlich anderes ermittelt. Demnach steigt die Zufriedenheit im Alter sogar an und so mancher 80-Jährige ist glücklicher als er es mit 18 war.

Für die Studie wurden in den USA 340.000 Teilnehmern zwischen 18 und 85 ausgewählt und befragt. Fragenthemen waren: Sex, Finanzen, Gesundheit und vieles mehr. Darüberhinaus sollten die Befragten auf einer Skala von 1-10 ihre persönliche Gesamt-Zufriedenheit einschätzen.
Ausschlaggebend für das Ergebnis waren aber letztlich sechs ganz konkrete ja/nein-Fragen:
Haben Sie gestern über einen längeren Zeitraum Freude empfunden?
– Glück empfunden?
–  Stress empfunden?

–  Zorn empfunden?
–  Ärger empfunden?
–  Traurigkeit empfunden?
Nach Aussage der Forscher geben die Antworten auf diese Fragen unmittelbar und absolut unverfälscht Auskunft über das momentane Befinden. Die Antworten darauf sind unmittelbar – kommen also aus dem Bauch und sich nicht durch rationale Überlegungen verfälscht.

Dabei ist es noch sehr spannend zu sehen, wie unterschiedlich sich die einzelnen Emotionen im Laufe eines Lebens verteilen und bis ins hohe Alter zu- oder abnehmen.
So nimmt zum Beispiel der Stress etwa kontinuierlich vom 22. bis zum 85. Lebensjahr ab. Ärger dagegen  hält sich relativ konstant auf einem Niveau bis 50 und nimmt erst danach drastisch ab. Zorn legt sich kontinuierlich ab dem 18. Lebensjahr. Traurigkeit steigert sich bis 50, vergeht allerdings bis 73, um dann wieder zu kehren. Und ganz ähnlich verhält es sich auch mit dem Glück und der Freude.

Wohl also dem, der ein hohes Alter erreicht und die Zufriedenheit, die sich dann einstellt, in vollen Zügen genießen kann.

Vergleichen hilft

March 4th, 2011

Eigentlich soll ja der Vergleich die Wurzel allen Übels sein. Meist verursacht er Neid, aber – und das ist das Ergebnis einer neuen Studie – manchmal tut Vergleichen richtig gut. Und zwar genau dann, wenn wir selbst eine falsche Entscheidung getroffen haben, im Anschluss natürlich mit uns hadern und Schwierigkeiten haben, uns damit zu arrangieren.
Suchen wir uns in solch einer Situation einen Menschen, dem es noch schlechter geht als uns, streichelt das die eignene Seele und lässt das Bedauern verschwinden.

Das Team um die Psychologin Isabelle Bauer von der Concordia-Universität im kanadischen Montreal stellte dieses Ergebnis aktuell im Fachmagazin „Personality and Social Psychology Bulletin“ vor.
Das genaue Ergebnis der Auswertung:
Hatten die Studienteilnehmer das Gefühl, anderen Menschen um sie herum gehe es schlechter als ihnen selbst, verloren die eigenen negativen Gefühle schneller an Bedeutung.
Scheint so, als sei ein unbewusster Vergleich mit anderen Menschen, denen es schlechter geht, als einem selbst, demnach eine gute Kompensationsstrategie für die eigenen Schwierigkeiten, so die Forscher.

„Spannenderweise verbessert dieser Vergleich mit schlechter Gestellten nicht nur das Wohlbefinden, sondern beugt auch gesundheitlichen Problemen vor“, sagt Carsten Wrosch, Psychologe an der Concordia-Universität und Mitautor der Studie.
Demnach waren Probanden, die mittels dieser Taktik ihre negativen Gefühle sich selbst gegenüber in den Griff bekamen, weit weniger anfällig für Erkältungskrankheiten. Das jedenfalls ergab der zweite Teil der Studie. „Der emotionale Stress durch Reuegefühle kann Hormonhaushalt und Immunsystem aus dem Takt bringen und Folgeerkrankungen begünstigen.“, so einer der Forscher.