Mobbing im Netz

Dass Kinder immer häufiger von Mitschülern gemobbt werden, ist traurige Realität. Durch das Internet erfährt diese Art von Quälerei allerdings eine ganz neue Dimension. Auf Plattformen wie Isharegossip.com wird gelästert, beschimpft, verleugnet, was das Zeug hält und derjenige, den es trifft, ist weitestgehend machtlos gegen diese Art von Cyber-Mobbing.

Da nützt es wahrscheinlich auch nicht viel, dass die Bundesfamilienministerin Kristina Schröder sich dafür eingesetzt hat, dass Isharegossip.com auf den Index kommt und so nicht mehr über die gängigen Suchmaschinen gefunden wird. Die Lästerei geht trotzdem weiter, denn der Server steht in Schweden und mal so einfach abschalten kann man ihn nicht.

Was können denn nun aber Eltern tun, um ihre Kinder vor solchen Mobb-Attacken zu schützen, oder um zu verhindern, dass die eigenen Kinder zu Tätern werden.
In erster Linie ist es wichtig, sich beim Kind darüber zu informieren, in welchen Communities es sich so “herumtreibt”. Auf keinen Fall sollten Eltern das Kind ausspionieren, sich selbst bei facebook oder schülervz anmelden, um das Kind zu beobachten. Das ist ein Vertrauensbruch dem Kind gegenüber, das natürlich das Recht hat, sich auch im Netz – dem Alter angemessen – frei zu bewegen.

Anders, wenn ein konkreter Verdacht im Raum steht und das Kind sich nicht dazu äußert. Aber auch da gilt: Achten Sie die Privatsphäre Ihres Kindes.
Versuchen Sie lieber, über das offene Gespräch heranzukommen, wenn Ihnen das selbst nicht gelingt, gibt es vielleicht noch eine andere Vertrauensperson, die Sie mit einbeziehen könnten.

Wichtig ist: Nehmen Sie Ihr Kind ernst, wenn es Ihnen von solchen Mobbing-Attacken erzählt. Kaum etwas kränkt die kindliche Seele so sehr, wie die Nicht(be)achtung der eigenen Gefühle und Erfahrungen.

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