Archive for the ‘Recht und Gesetz’ Category

Düsseldorfer Tabelle

Wednesday, December 1st, 2010

Trennen sich Eltern – egal ob vorher verheiratet oder in eheähnlicher Gemeinschaft lebend,muss dem Elternteil, bei dem das Kind wohnt, vom anderen Elternteil für das Kind Unterhalt gezahl werden. Dabei gelten folgende Sätze:

Monatliches Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen Alter des Kindes in Jahren
0–5 6–11 12–17 ab 18
bis 1.500 225 272 334 304
1.501–1.900 241 291 356 329
1.901–2.300 257 309 377 353
2.301–2.700 273 327 398 378
2.701–3.100 289 345 420 402
3.101–3.500 314 374 454 441
3.501–3.900 340 404 488 480
3.901–4.300 365 433 522 519
4.301–4.700 390 462 556 558
4.701–5.100 416 491 590 597
ab 5.101 nach den Umständen des Falles

* Alle Beträge in Euro, monatlicher Zahlbetrag nach Abzug des ­jeweiligen ­Kindergeldanteils (halbes ­Kindergeld bei Minderjährigen, volles Kindergeld ab 18 Jahren). Für das 1. und 2. Kind beträgt das Kindergeld derzeit 184 Euro. Quelle: OLG Düsseldorf; Anhang zur Düsseldorfer Tabelle

Ab dem 1. Januar 2011 gibt es bei der Unterhaltszahlung einige Veränderungen:

Berufstätige, die Unterhalt an Kinder unter 21 Jahren zahlen müssen, dürfen künftig 950 (bisher 900) Euro des Einkommens als „notwendigen Eigenbedarf“ behalten.
Bei arbeitslos gemeldeten Zahlvätern oder -müttern oder Nichtberufstätigen, gilt die bisherige Grenze von 770 Euro weiter.
Bei volljährigen Kindern steigt der Eigenbehalt des zahlenden Elternteils von 1100 auf 1150 Euro.
Wer dem geschiedenen Partner bzw. der Mutter oder dem Vater eines nichtehelichen Kindes Unterhalt zahlen muss, darf 1050 (bisher 1000) Euro behalten.

Sinnvoll ist es auf jeden Fall, in der Trennungsphase eine Beratungsstelle aufzusuchen, um die Unterhaltsansprüche für das Kind oder gegebenenfalls auch gegenseitige Unterhaltsansprüche zu klären.
Das spart unnötige Streitereien.
Die Jugendämter zahlen auch einen sogenannten Unterhaltsvorschuss, sollte der ehemalige Lebenspartner die Zahlung verweigern oder sie aus anderen Gründen aussetzen.

Unabhängig von allen finanziellen Punkten, die geklärt werden müssen, bedeutet ist Trennung für alle Beteiligten eine große Belastung. Lassen Sie sich auf jeden Fall unterstützen! Scheuen Sie sich nicht, Hilfe anzunehmen, um Rat zu fragen oder sich auch einfach mal “nur auszuheulen”. Wir sind gern für Sie da!

Gehaltspoker

Friday, October 15th, 2010

Um mehr Gehalt zu bitten, ist für jeden Angestellten eine große Herausforderung. Obwohl man weiß, dass die eigene Leistung einen höheren Geld-Gegenwert verdient hat, zögern doch viele Menschen, den Schritt zu wagen und einen Gehaltszuschlag zu fordern.
Zum einen liegt es natürlich daran, dass wir grundsätzlich Angst vor Zurückweisung haben. Was könnte der Chef denken? Spiele ich mich mit meiner Forderung ins Abseits? Ist mein Wunsch anmaßend? – all das sind Fragen, mit denen wir uns bewusst oder unbewusst beschäftigen, wenn das Thema Gehaltserhöhung ansteht.
Damit aus diesen Zweifeln keine Stolpersteine werden, ist es notwendig, sich auf das Gehalts-Gespräch gut vorzubereiten.
Erfolgreich mehr Gehalt zu verhandeln, gelingt nur dann, wenn Sie sich darüber im Klaren sind, dass Sie zwar “gefühlt” auf einer Bitt-Position stehen, eigentlich aber lediglich einen adäquaten Gegenwert für Ihre erbrachte Leistung einfordern. Das ist Ihr gutes Recht und wenn Sie diese Einstellung ausstrahlen, befinden Sie sich automatisch auf Augenhöhe mit Ihrem Gegenüber.
Es lohnt sich allerdings, genau zu wissen, in welcher wirtschaftlichen Lage sich Ihr Unternehmen befindet. Hochzeiten sind für Gehaltsforderungen natürlich besser geeignet, als Zeiten, in denen das Unternehmen nicht so gute Zahlen schreibt.
Vergleichen Sie vorab Gehälter. Wo liegen Sie mit Ihrem derzeitigen Gehalt? Hilfe finden Sie unter anderem bei destatis.de der Seite des Statistischen Bundesamts. Auf Basis dieser Zahlen können Sie sich nun ein Ziel stecken. Gut ist, eine Untergrenze festzulegen. Bis wohin geht Ihr Verhandlungsspielraum. Bleiben Sie dann auch konsequent dabei.
Für das Gespräch selbst ist es wichtig, dass Sie a) immer sachlich bleiben und b) Ihre Argumentationskette nicht mit persönlichen Dingen wie: alles wird teuer, die Kinder benötigen so viel oder Ähnlichem aufbauen.
Halten Sie Augenkontakt, üben Sie sich in der Technik des Spiegelns und sollten Sie trotzdem nicht ans Ziel kommen, dann erklären Sie ruhig, dass Sie sich in einem halben Jahr wieder melden.gehältervergleich,

Was tun gegen Stalker?

Thursday, October 14th, 2010

Von Verfolgung über Belästigung bis hin zur Bedrohung oder körperlicher Gewalt – die Handlungs-Palette der Stalker ist breit. Ursprünglich kommt “Stalking” vom englischen Verb “to stalk” – ein Begriff aus der Jägersprache, der “anpirschen/ sich anschleichen” bedeutet.
Es ist ca. 20 Jahre her – da etablierte der Begriff “Stalking” in den USA. Damals wurden die Schauspielerin Rebecca Schaeffer und zwei weitere Frauen von “ihrem” Stalker ermordet.

“Stalking” heißt in der Fachsprache: “das willentliche und wiederholte (beharrliche) Verfolgen oder Belästigen einer Person verstanden, deren physische oder psychische Unversehrtheit dadurch unmittelbar, mittelbar oder langfristig bedroht und geschädigt werden kann.” (Quelle: Wikipedia)
Stalker sind also Personen, die einen anderen Menschen verfolgen, belästigen und terrorisieren. Dabei kann es sich um einen gänzlich fremden Menschen, eine ihm oberflächlich bekannte Person oder einen ehemaligen Lebensgefährten handeln.

In Deutschland ist Stalking seit drei Jahren strafbar.Allein in München werden jährlich etwa 400 Stalking-Fälle polizeilich bekannt. Leider ist es dadurch, dass Vorratsdaten nicht mehr gespeichert werden dürfen, oft schwierig, den Tatbestand des Stalkings zu beweisen und so kommen nach wie vor viele Stalker ungestraft davon, während die Opfer oft jahrelang unter den psychischen Folgen leiden.
Nach Auswertung bisheriger Erkenntnisse, sind es vor allem zurückgewiesene Liebhaber oder Expartner, die zum Stalker werden. Männer weitaus häufuger als Frauen – der Anteil der männlichen Stalker liegt bei 80 Prozent.
Sind Sie ein Opfer von Stalking, dann haben Sie die Möglichkeit, bei Gericht eine sogenannte Schutzanordnungen gegen den Stalker zu erwirken. Das bedeutet, dass er sich Ihnen oder Ihrer Wohnung nicht nähern darf.
Ganz wichtig ist es, ein Stalking-Tagebuch zu führen – also wirklich ganz genau alles aufzuschreiben – vor allem Telefonanrufe!
Und vor allem: trauen Sie Ihrer Wahrnehmung und Ihren Emotionen. Spielen Sie nichts herunter aus Scham oder Angst, Sie könnten selbst dafür gesorgt haben, dass Sie belästigt werden!