Archive for the ‘Leute’ Category

Gute Vorsätze und wie man sie verwirklicht

Saturday, December 25th, 2010

Wir kennen das alle. Silvester stehen wir mit einem Glas Sekt in der Hand und wissen ziemlich genau, was wir im nächsten Jahr alles ändern wollen. Mehr Bewegung, das Rauchen aufgeben, endlich den ungeliebten Job kündigen und und und.

Das neue Jahr beginnt, die erste Woche verstreicht, manches haben wir begonnen, doch oft sind all die guten Vorsätze bereits in der zweiten Januarwoche Schall und Rauch. Was bleibt, ist ein gewisser Frust und wenn wir den nicht spüren wollen, reden wir uns die Dinge einfach schön. Ich rauche eben gern oder so schlecht ist der Job ja nun auch wieder nicht. Und zack – da hat die Macht der Gewohnheit uns wieder am Schlawittchen gepackt. Wir bleiben in unserer Komfortzone hocken und nichts passiert.

Leider geht – und das sollte jedem klar sein – mit eben dieser Bequemlichkeit, viel von unserer Lebensenergie verloren. Natürlich ist es manchmal wirklich anstrengend, unbequem und lästig, sich endlich aufzuraffen und etwas zu tun. Aber genau das brauchen wir auch manchmal für unsere Lebendigkeit.

Das Leben ist auf Wachstum ausgerichtet. Schauen Sie sich in der Natur um. Da bleibt nichts stehen. Alles ist in Bewegung. Werden und vergehen sind die Zyklen, die das Leben ausmachen. Bleiben Sie stehen und verändern nichts, wird die Veränderung irgendwann von außen kommen. Dann ist sie in der Regel aber schmerzhaft und anstrengender.

Also packen Sie es lieber selbst an. Nehmen Sie sich für das nächste Jahr maximal zwei große Veränderungen vor und planen Sie ganz genau – am besten schriftlich – wie Sie sie angehen wollen. Erstellen Sie einen Zeitplan und machen Sie in der ersten Januarwoche mindestens zwei Schritte in Richtung Ziel. Das können kleine Schritte sein – Hauptsache, Sie gehen Sie!

Wieviel Ehrlichkeit muss sein?

Thursday, November 25th, 2010

Sie stehen am Beginn ihrer Beziehung, der Himmel hängt voller Geigen, die rosarote Brille sitzt und plötzlich platzt es aus ihm heraus: “Schatz, ich hatte vor dir schon einmal Sex mit einem Mann.”

Wumm. Das sitzt. Plötzlich sieht die Welt nicht mehr so rosarot aus. Im Gegenteil. Plötzlich ranken sich allemöglichen Fragen um die Himmelsgeigen. Wird er das noch einmal tun? Ist er schwul? Bin ich richtig für ihn? Spielt er nur mit mir? Und und und. Schnell kommen die Selbstzweifel und ein Misstrauen schleicht sich ein.

Wäre es vielleicht am Ende besser gewesen, man hätte nichts davon gewusst?

Das mit der Ehrlichkeit in einer Beziehung ist eine Gratwanderung. Stellen Sie sich doch nur mal vor, Sie würden oben ehrlich offengelegte Wahrheit, erst einige Jahre später von einem Dritten erfahren. Wie würde sich das anfühlen?

Also besser, als sich in Selbstzweifeln oder Vorwürfen zu verlieren, wäre, den Stier bei den Hörnern zu packen, für die Offenheit zu danken und sich dann darüber auszutauschen, welche Erwartungen jeder von Ihnen an die Beziehung hat. Fragen Sie ihn ruhig, ob er bisexuell ist oder ob das damals nur geschah, um mal das Ufer zu wechseln und zu fühlen, wie das ist.
Wichtig ist, dass Sie die Entscheidungsgewalt bei sich behalten. Wägen Sie ab.

Kann ich und will ich mit dieser Wahrheit leben? Kann ich mir gegebenenfalls vorstellen, mit einem Mann zu leben, der sich auch von anderen Männern angezogen fühlt?

Das gleiche gilt natürlich auch andersherum, denn nicht nur Männer haben Geheimnisse beziehungsweise ein Vorleben. Wenn Sie Ihren Partner wirklich lieben und Ihre Beziehung auf feste Füße stellen wollen, dann ist Ehrlichkeit wichtig. Damit geben Sie dem anderen die Chance, auf seine Art zu entscheiden.

Streit in der Weihnachtszeit

Monday, November 22nd, 2010

Obwohl die Adventszeit und das Weihnachtsfest von der Sache her wohl eher besinnlich, still und entspannend sein sollen, ist in der Realität für viele Paare meist genau das Gegenteil der Fall.
Hektisch laufen wir durch die Läden, um mit einem unguten Gefühl viel Geld für Geschenke auszugeben. Schon Monate vorher wird beraten, welche Familie an welchem Tag besucht wird, oder wann wer kommen darf.

Bestimmen seine die Rituale seiner Familie das Fest oder werden die Traditionen ihrer Familie am Leben gehalten?

Viele Fragen, viel Stress, oft Streit. Am Ende können wir die besinnliche Zeit nicht genießen, sondern kriegen uns spätestens beim Schmücken des Weihnachtsbaumes in die Wolle, weil die Lichterkette nicht brennt und kein Geschäft mehr geöffnet hat, um Ersatz zu besorgen. Alle Jahre wieder…

Wie kann man dem Stress und dem Streit entgehen? Am besten, in dem Sie sih zunächst einmal für sich allein vorher überlegen, wie das Fest ablaufen soll. Was wünschen Sie sich? Ein Familienfest, oder wollen Sie die Tage lieber am Strand in der wärmenden Sonne weitab von jeglichem Weihnachtsgetue verbringen?

Seien Sie ehrlich zu sich selbst und zu ihrem Partner, wenn Sie sich dann gemeinsam hinsetzen und planen. Niemandem ist genützt, wenn Sie sich beim Familien-Fest volllaufen lassen, weil Sie die Sippe nicht ertragen. Andersherum sind Sie auch am Strand deplatziert, wenn Ihnen eigentlich der Sinn nach Weihnachtsgans und “Kling Glöckchen klingelingeling” steht.

Finden Sie einen Kompromiss. Achten und respektieren Sie den Wunsch des anderen und erfinden Sie Ihr ganz persönliches Weihnachtsfest. Auch wenn Sie Gefahr laufen, von der Restfamilie schräg beäugt zu werden, denken Sie immer daran, dass es Ihr Fest ist und Sie auch die Regeln “Fest-legen”. Schaffen Sie Ihre eigenen Rituale, damit reduzieren Sie das Streitpotential erheblich.

Chilenischer Kumpel beim New-York-Marathon

Monday, November 8th, 2010

Der New-York-Marathon ist beendet und abgesehen von dem, der als erster die Ziellinie überquerte, gibt es wohl einen ganz klaren Sieger. Den chilenischen Kumpel, Edison Peña, der noch vor wenigen Wochen unter Tage eingeschlossen war und an dessen Rettung die ganze Welt Anteil nahm.

Er hatte sich die letzten Tage vor der Rettungsaktion mit Laufen fitgehalten. War durch die unterirdischen Gänge gerannt, oft in völliger Dunkelheit. Die Organisatoren des New-York-Marathons hörten davon und luden ihn nach New York ein. “Wir dachten, dass er das Zielband halten könnte oder in einem warmen Auto die Strecke abfahren kann”, so die Präsidentin der New York Road Runners, Mary Wittenberg. Doch es kam ganz anders. Peña wollte laufen und nicht nur das. Er wollte unter sechs Stunden laufen.

Das ist ihm gestern gelungen. Nach fünf Stunden und 40 Minuten erreichte er das Ziel – zwar mit Schmerzen, aber dafür überglücklich.

Anderen Mut machen – das war seine Vision und sie erinnert uns daran, dass es immer wieder Menschen gibt, die selbst nach tragischen persönlichen Schicksalen aufstehen und die Kraft haben, andere auf ihrem leidvollen Weg zu unterstützen. Es liegt wohl in der Persönlichkeit des Einzelnen begründet, wie ein Trauma verarbeitet wird. Und es liegt – soweit ist die Forschung vorgedrungen – an unserem Vertrauen, was wiederum in der Bindung an eine Vertrauensperson in frühester Kindheit gekoppelt ist. Das nuss übrigens nicht die Mutter oder der Vater gewesen sein.

Vertrauen in die eigene Kraft, Vertrauen ins Leben und in die Zukunft – selbst dann, wenn es mal alles andere als rosig aussieht – das ist das Geheimnis kraftvoller und motivierender Menschen. Lassen wir uns doch ein wenig von ihnen anstecken!

Bärbel Mohr – ein Nachruf

Thursday, November 4th, 2010

Die Bestseller-Autorin Bärbel Mohr ist tot.
Sie erlag vor ein paar Tagen mit nur 46 Jahren einem Krebsleiden.
Bärbel Mohr war eine Lichtgestalt der deutschen Esoterikszene. Man kann sagen, sie hat sie salonfähig gemacht. Durch ihre frische, herzliche Art und ihre Leichtigkeit, mit der sie uns “Wünsche ans Universum” an Herz legte.
Natürlich war das, was sie veröffentlichte nichts revolutionär oder spektakulär Neues.
Die Idee, dass wir Kraft unserer Gedanken unsere Wirklichkeit formen und festlegen, gibt es schon seit langem. Nur hat sie niemand in der Form wie Bärbel Mohr unters Volk gebracht.

Sie war nie die abgehobene, weltfremde Spinnerin zu der sie von Kritikern gern erklärt wurde. Sie war bodenständig und realistisch. Ihr Geheimnis lag im Vertrauten an die eigene Schöpferkraft. Selbst erlebt, selbst erprobt hat sie uns in ihrer Sprache, etwas vermittelt, das wir im Grunde des Herzens alle wissen und doch allzu oft vergessen und verdrängen.

Schau auf das, was du denkst, wenn du die Wirklichkeit verändern willst. Forme dein Leben aktiv, statt passiv auf Umstände zu reagieren.

Danke liebe Bärbel Mohr. Danke für deine Bücher, deine Seminare, für dich.

Wir von der Spirituellen Lebensberatung wünschen der Familie von Bärbel Mohr viel Kraft, Licht und Liebe, um diese schwere Zeit durchzustehen.
Wir tragen die Gedanken und Ideen von Bärbel Mohr im Herzen und werden sie als das was sie für uns war in Erinnerung behalten. Eine Lichtgestalt in einer welt, die nach Wandel schreit. Eine Vorkämpferin, eine Pionierin und eine unglaublich taffe Frau.

Auszeit im Kloster

Monday, October 4th, 2010

Wer wünscht sich das nicht – einfach mal aussteigen. Alles hinter sich lassen. Arbeit, Familie, all die alltäglichen Verpflichtungen. Zeit und Ruhe, um zu sich selbst zu finden und in der Abgeschiedenheit und Stille dem Leben vielleicht auch wieder eine neue Richtung geben. “I bin reif für die Insel…” sang schon Peter Cornelius und spricht damit wohl so manchem Stressgeplagten aus der Seele.

Manchmal hat man den Eindruck, dass die tagtäglichen Anforderungen einem über den Kopf wachsen. Jeder will etwas von uns, wir erwarten selbst viel vom Leben und irgendwie rauscht die Zeit wie im Fluge vorbei. Gleichzeitig wächst die Sehnsucht danach, mal anzuhalten, rauszusteigen aus dem Hamsterrad und den Alltag hinter uns zu lassen. Eine Auszeit in einem Kloster scheint genau das Richtige zu sein.

Abkehr vom Stress. Keine E-Mails, kein Handy, keiner, der irgendetwas will.

Außer man selbst. Denn eins ist klar.
Eine Kloster-Auszeit ist mit Sicherheit kein Wellness-Urlaub.
Denn die Stille im Außen, gibt der Stimme im Inneren mehr Raum. Und wenn wir uns ersteinmal erlauben, die eigene innere Stimme zu hören, kann sie so manche unbequeme oder auch schmerzende Wahrheit ans Tageslicht befördern. Vieles, das wir im normalen Alltag verdrängen können – sei es der schlecht bezahlte Job, die unbefriedigte Beziehung, Partnerprobleme, Wünsche oder Sehnsüchte – drängt dann plötzlich nach oben und will gehört werden oder fordert direkt Konsequenzen.

Das ist nicht immer leicht auszuhalten. Doch damit sind die Mönche und Nonnen vertraut. Und auch der streng geregelte Tagesablauf in einem Kloster hilft bei der Bewältigung der inneren Arbeit.

Ungefähr 300 Klöster bieten in Deutschland entsprechende Angebote für Kurzzeit – Aussteiger an.

Ekelliste im Netz

Thursday, September 16th, 2010

Ekellisten im Netz sind auf dem Vormarsch.
Nachdem der Berliner Bezirk Pankow seit eineinhalb Jahren die Ekel-Restaurants ins Internet stellt, interessieren sich nun auch andere Bundesländer für diese Art der Klassifizierung.In Niedersachsen und in Hamburg steht das Thema bereits auf der Tagesordnung und schon jetzt wird der Ruf nach einheitlichen Bewertungskriterien laut.

Als die Pankower Liste im März veröffentlicht wurde, gab es nicht nur Zustimmung. Trotzdem – 19 Betriebe stehen derzeit auf der Liste und sind angehalten, dafür zu sorgen, dass sich etwas ändert. Denn mal ehrlich. Wer mag schon essen, wenn dreckige Kühlschränke, verschimmelte Lebensmittel und gar Mäusekacke die Küche verzieren. Der Smiley verrät jedenfalls, wo man ohne Bedenken essen kann und wo auf jeden Fall Vorsicht geboten ist.
Bis zum 1.1.2011 will die Berliner Senatsgesundheitsverwaltung die Ekelliste für Gesamtberlin einführen.
Allerdings müssten vorher noch rechtliche Fragen geklärt werden. Denn das geltende Gaststättengesetz muss auf jeden Fall berücksichtigt werden. Ende diesen Monats wird es sicher eine Entscheidung geben, bis dahin wollen sich der Senat und die Bezirke einigen.

Was allerdings auch in Berlin fragwürdig ist – woher kommt das Personal für die Durchführung und Kontrollen und vor allem – wer soll es bezahlen. Das Land Berlin ist pleite und hat schon Schwierigkeiten, das Rauchverbot einigermaßen durchzusetzen. Und nun auch noch den Smiley?
Na hoffen wir das Beste, denn für den Verbraucher wäre es ein gewaltiger Schritt nach vorn, wenn er bereits vor Betreten des Restaurants wüsste, auf was er sich da einlässt.
Generell ist das Thema Ländersache – eine einheitliche Regelung für ganz Deutschland wird es deshalb vermutlich – ähnlich wie schon beim Rauchverbot – nicht geben.