Archiv für die Kategorie ‘Lebenshilfe’

Leben mit einem Narzissten

Donnerstag, 14. April 2011

Sie sind charmant, sie sind erfolgreich und passen auf den ersten Blick gut in die heutige Gesellschaft. Beim zweiten Blick sieht man allerdings, dass sich um sie herum, besonders im familiären oder beruflichen Umfeld Dramen abspielen.
Narzissten sind oft genug die Quelle von Leid, Gewalt und jahrelangen Auseinandersetzungen.

Zehn Jahre waren sie verheiratet. Dann schafft es Karla (Name geändert), einen Schlussstrich zu ziehen. Sie ist ausgelaugt, kraftlos und muss die letzten Kräfte mobilisieren, um sich von Thomas zu trennen, der sie all die Jahre kleingehalten hat. Thomas ist ein Narzisst. Einer, wie er im Buche steht. Charmant hat er um die lebenslustige Karla geworben, sie haben geheiratet, Kinder bekommen und  Karla hat anfangs gar nicht gemerkt, wie geschickt Thomas agiert, um stets der Mittelpunkt der Beziehung zu sein.

Narzissten nehmen und geben selten viel zurück. Sie destabilisieren durch Lügen, Zweifel und geschickte Kommunikation den Partner oder Kollegen und bleiben dabei selbst unangreifbar. Es ist ziemlich schwer, gegen einen Narzissten anzukommen – ihn zu besiegen ist fast unmöglich.

Dabei steckt hinter dem aufgeblasenen Ego in den allermeisten Fällen ein zutiefst verletztes Kind, das einen Mangel an Liebe und Zuwendung erfahren hat und diesen nun versucht dadurch zu kompensieren, indem es andere Menschen wie ein Vampir aussaugt. Meist geht das noch einher mit Erniedrigungen und Verletzungen. Der andere wird klein gehalten, damit der Narzisst sich selbst groß fühlen kann.

Wenn die Trennung von einem Narzissten gelingt, dann meist nur mit Hilfe von Außen und mit großer Opferbereitschaft. Selten geht der Narzisst. Meist sein Opfer, das dann lieber alles stehen und liegen lässt, blos um diesem Gefängnis zu entfliehen. Leider unterstützt unsere Leistungsgesellschaft Narzisstentum. Die Opfer bleiben oft mit ihrem Trauma zurück und müssen sich im schlimmsten Fall noch anhören, dass sie selbst zu schwach waren.

Keine Angst vor der Angst

Dienstag, 05. April 2011

Eigentlich müssten wir uns keine Sorgen machen. Der Lebensunterhalt ist für die meisten von uns abgesichert, wir leben in keinem Krisengebiet, die Gefahr, dass wir von einem Tsunamie überschwemmt oder von einem Erdbeben der Stärke 9 heimgesucht werden ist relativ gering und auch sonst stehen die Chancen gut, dass wir das Rentenalter unbeschadet erreichen.

Wo vor fürchten wir uns dann? Wie kommt es, dass immer mehr Menschen sich mit diffusen oder auch ganz konkreten Ängsten herumschlagen? Und wenn es so ist, was können wir mit dieser Angst tun? Wie können wir sie verwandeln?

Aktuell fürchten sich viele Menschen vor dem Jahr 2012. Nach dem Kalender der Maya beginnt in diesem Jahr ein neuer Zyklus für die Erde. Vorher brechen jedoch alte Strukturen zusammen, Überholtes und Starres wird sich lösen und Menschen, die nicht bereit sind, diesen Wandel zu vollziehen, wird dramatisches prophezeit.

Abgeshen davon, dass diese Thesen allgemein zu hinterfragen sind, kann aber jeder für sich mal schauen, was konkret ihm daran Angst macht. In der dynamischen Psychotherapie sagt man: “Wo die Angst ist, da ist der Weg.” Oder anders: “Der Schatz liegt hinter dem Drachen.”

Angst gehört zu uns, wie das Ein- und Ausatmen. Angst schützt uns vor Gefahren, ob sie nun echt oder eingebildet sind. Die Chance liegt darin, zu erkennen, ob die Angst der Situation angemessen ist, oder ob wir die Situation als Projektionsfläche für alte, vielleicht kindliche Ängste benutzen.

Wenn Sie unter Ängsten leiden, empfielt es sich auf jeden Fall, sich der Angst zu stellen, statt vor ihr davon zu laufen. Fragen Sie sich: “Was kann mir im schlimmsten Fall passieren?” und “Ist das meine eigene Angst oder ist es eine Angst aus meiner Kindheit?”

Wenn Sie allein keine Antworten finden, scheuen Sie sich nicht, therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Der Weg des Künstlers

Freitag, 11. März 2011

Hat Kreativität in Ihrem Leben Platz? Oder gehören Sie auch zu den Menschen, die sagen, Kreativität das ist nur etwas für die anderen? Halten sich selbst nicht für begabt genug oder finden, dass Kreativität etwas für Spinner und Künstler ist?

Dann wird es Zeit umzudenken, denn Kreativität kann der Schlüssel zu einem mehr an Lebensglück sein. Kreativität bereichert Ihr Leben. Es wird bunter, erfüllter – selbst wenn Sie nicht wie ein Picasso malen oder wie eine Jane Austen schreiben. Darum geht es in dem Buch “Der Weg des Künstlers” auch nicht. Vielmehr geht es um die Lebensfreude, die durch kreative Beschäftigungen in uns geweckt wird.
Julia Cameron hat erkannt, dass wie wichtig das für uns ist und hat ein wunderbares Buch geschrieben, das jedem, der die Kreativität wieder in sein Leben lassen will, Mut macht, motiviert und ihn begleitet.

“Der Weg des Künstlers” ist ein Arbeitsbuch. Ein zwölf Wochen Programm, das Ihnen hilft, alles beiseite zu räumen, was Ihnen bisher den Zugang zu Ihrer Kreativität verstellt hat. Ängste, Schuldgefühle oder ein negatives Selbstbild. Die meisten von uns wurden nie ermutigt, ihre kreative Seite auszuleben. Kinderkram, sinnloser Zeitvertreib, brotlose Kunst – es gibt viele Erfahrungen, die unser kreatives Können ausgebremst haben.

Aber und das ist die gute Nachricht, Kreativität geht nicht verloren. Wir können sie wiederentdecken und für alle Bereiche unseres Lebens nutzen. Egal ob im Job, in der Familie oder Freizeit – kreative Gedankengänge und Handlungen bringen Farbe ins Leben.

Also – fassen Sie sich ein Herz. Besiegen Sie die Angst vor dem weißen Blatt Papier, vor der Leinwand oder dem Klavier. Gestatten Sie sich, noch einmal Anfänger zu sein und dann erfahren Sie, wie befreiend es sein kann, die Zeit in Farben zerfließen zu lassen.

Richtiges Zeitmanagement

Donnerstag, 10. März 2011

“Ich habe keine Zeit” ist wohl ein Satz, der jedem von uns ab und an über die Lippen kommt. Dabei ist dieser Satz absolut unwahr. Und das in jeder Situation, denn Zeit haben wir immer. Niemand kann sie uns wegnehmen. Zeit ist einfach da. Für jeden Menschen exakt 24 Stunden pro Tag.
Nur das, womit wir diese Zeit füllen gibt uns das Gefühl, wir hätten keine Zeit.

Richtig wäre also statt: “Ich habe keine Zeit” den Satz: “Dafür habe ich keine Zeit, weil ich sie für etwas anderes nutze.” zu sagen. Das entspricht der Wahrheit.

Im Grunde ist das schon mal ein Ansatz, wenn es darum geht, sein Zeitmanagement zu verbessern. Nehmen Sie sich einen Kalender und tragen Sie all die Zeiten ein, die schon verplant sind. Unterscheiden Sie nach Familie, Beruf, Freizeit, Engagement.

Dann überprüfen Sie mal, ob Sie diese Zeit auch wirklich dafür einsetzen wollen, oder ob Sie es aus Verantwortungs- und Pflichtgefühl heraus tun.

Schauen Sie sich die Zeit-Lücken an.Was tun Sie für gewöhnlich in dieser Zeit? Fernsehen, entspannen, im Internet surfen?
Und nun auch hier wieder die Frage:  Wollen Sie Ihre Zeit genau mit diesen Dingen verbringen?

Letztendlich geht es darum, zu erkennen, dass nie der Mangel an Zeit das Problem und der Grund dafür  ist, dass wir bestimmte Dinge nicht angehen. Unterm Strich ist es die Art und Weise, wie wir unsere Zeit nutzen.

Sie wollen ein Buch schreiben? Haben dafür aber keine Zeit? Dann schauen Sie sich ein Buch mal an. Es besteht aus einzelnen Sätzen. Schreiben Sie die auf. Jeden Tag vier bis fünf. Irgendwann ist es ein Buch.

Sie wollen eine Sprache lernen? Haben dafür aber keine Zeit? Dann lernen Sie jeden Tag zwei bis drei Wörter. Irgendwann beherrschen Sie die Sprache.

Es ist nie die Frage der Zeit – es ist die Frage des Wollens!

Energie gewinnen

Sonntag, 27. Februar 2011

Wissen Sie, was uns tagtäglich die Energie raubt? Es sind nicht, wie Sie sicher denken, die großen Alltagssorgen oder -nöte. Vielmehr sind es Hundert Kleinigkeiten, die Sie vor sich herschieben und nicht erledigen. Ein abgerissener Knopf, eine übervolle Ablage, die nicht erledigte Steuererklärung, die abgelaufenen Schuhe, die schon längst mal einen neuen Absatz nötig gehabt hätten.

Tolerations nennt man diese Energiefresser. Jeder von uns schleppt eine ganze Liste davon mit sich herum. In der Regel so 60 bis 100. Eine beachtliche Zahl. Die Krux – wenn Sie all diese Unannehmlichkeiten jeden Tag aufs neue tolerieren, dann nehmen Sie höchstwahrscheinlich noch andere, meist größere Ärgernisse in Kauf, ohne sich dagegen zu wehren.
Tolerations rauben uns wichtige Kraft. Sie lenken uns von den eigentlichen Zielen ab und ziehen die Laune nach unten. Wer hat nicht schon mal beim Anblick der vertrockneten Balkonblumen, gestöhnt und sich dann trotzdem schnell mit etwas anderem belohnt, damit die Laune wieder besser wird.
Besser wäre, das Problem nicht auf die lange Bank zu schieben, sondern gleich anzugehen.

Darum: Erstellen Sie eine Liste und schreiben Sie alles auf, was Sie erledigen müssten. Es reicht nicht, dass nur im Gedächtnis zu haben. Das hatten Sie ja vorher schon und es hat Sie nicht motiviert, die Dinge zu erledigen. Also raus damit aufs Papier.

Dann nehmen Sie sich für jede Woche fünf Punkte vor, die Sie abarbeiten. Bei größeren Aktionen lohnt es sich, Freunde dazuzuholen und es gemeinsam zu erledigen. Forscher haben übrigens herausgefunden, dass gemeinsames “Großreinemachen” den sozialen Zusammenhalt ungemein fördert.

Sie werden schnell merken, wie viel Freude es macht, die unerledigten Dinge aus Ihrem Leben zu verbannen und den spürbaren Energiezuwachs in andere Kanäle zu stecken.

Scheitern – na und?

Samstag, 26. Februar 2011

Sind Sie in der letzten Zeit an irgendetwas gescheitert? Haben Sie Ihre eigenen Erwartungen oder die der anderen nicht erfüllt? Na dann herzlichen Glückwunsch – denn entgegen der landläufigen Meinung, das Scheitern blamabel, beschämend  und peinlich ist, finden immer mehr Forscher heraus, dass ein Scheitern sogar glücklich machen kann.

Wie denn das, fragt sich sicher so mancher angesichts eines herben Verlustes?

Zunächst einmal die gute Nachricht: Sie sind nicht allein! Denn jeder von uns ist schon mal auf die ein oder andere Art und Weise gescheitert. Die Kunst, daraus einen Gewinn zu ziehen,  ist letztendlich die Art und Weise, wie wir damit umgehen. Scheitern sollte auf gar keinen Fall ein Tabu-Thema sein. Rückzug, Verharren, Mutlosigkeit und Aufgeben wäre der falsche Weg, denn Scheitern ist absolut menschlich und birgt bei der richtigen Betrachtungsweise den Keim für Erfolg in sich.

Ja – vielleicht haben Sie einen Verlust erlitten. Was Sie aber gewonnen haben, sind wertvolle Erfahrungen, auf die Sie Zeit Ihres weiteren Lebens immer wieder zurückgreifen können. Es gibt Studien, die zeigen, dass Unternehmen deren Gründer schon einmal eine Pleite hingelegt hat, beim zweiten Anlauf stets überdurchschnittlich erfolgreich sind.

Also Kopf hoch, statt Kopf in den Sand. Es gibt mittlerweile jede Menge gute Literatur über die Kunst des Scheiterns. Auch im aktuellen Heft der Psychologie heute finden Sie einen themenbezogenen Beitrag.

Denken Sie daran: Wer gescheitert ist, ist danach auch gescheiter! Gehen Sie konstruktiv mit Ihren Fehlern um. Analysieren Sie – ohne sich jedoch in akribischer Fehlersuche zu verlieren. Holen Sie sich Rat. Fragen Sie andere nach ihrer Meinung.

Und vor allem: Entspannen Sie sich. Das Leben ist eine Berg- und Talfahrt und wenn Sie gerade unten sind, dann ist Ihnen der nächste Aufstieg ganz gewiss!

Lieber schlechte Laune als krank!

Freitag, 25. Februar 2011

Arbeiten Sie als Stewardess, Verkäuferin oder Messehostess und müssen von Berufswegen ein Dauerlächeln aussetzen? Dann wird Sie die folgende Studie interessieren.Der Psychologe Brent Scott hat herausgefunden, dass Menschen, die gezwungen sind, ständig ein unechtes Lächeln zur Schau zu tragen,  auf Dauer ihrer Gesundheit schaden.

Zu diesem Schluss kam er, nachdem Scott  für zwei Wochen Busfahrer im US-Bundesstaat Michigan bei ihrer täglichen Arbeit beobachtete. In Amerika sind die Busfahrer angehalten, stets freundlich zu lächeln – egal, ob ihnen nun gerade danach zumute ist oder nicht. Freundlichkeit und Kundenservice steht an erster Stelle. Dass das längerfristig ein Eigentor für die Unternehmen ist, scheint noch nicht aufgefallen zu sein.

Wie die Morgenpost Online heute berichtet, beobachtete und befragte Scott die  Fahrer. Besonders interessierte ihn das Gefühl nach Beendigung der Arbeit. Sein Fazit:  An den Tagen, an denen den Busfahrern nicht zum Lächeln zumute war, sie aber “gute Miene zum bösen Spiel machten”, fühlten sie sich am Abend erschöpft und die  Laune hatte sich im Lauf des Tages eher verschlechter. Dieses Ergebnis widerspricht anderen Versuchen, die zeigen, dass durch ein aufgesetztes Lächeln seine Gefühle positiv beeinflussen kann.

Fakt ist jedoch: wer lächelt, auch wenn ihm eigentlich zum Heulen zumute ist, muss seine Gefühle zwangsläufig unterdrücken. Das erzeugt  Stress und führt, sollte es ein Dauerzustand sein, früher oder später  zur emotionalen Erschöpfung. Das wirkt sich auf die Motivation aus und letztendlich auf die Gesundheit. Ein Burn Out ist dann nicht ausgeschlossen.

Übrigens sind Frauen davon stärker betroffen als Männer. Sie zeigen halt gern Gefühl. halten sie es zurück oder überspielen es durch aufgesetzte Freundlichkeit, betrügen sie damit nicht nur den, den sie anlächeln, sondern vor allem sich selbst.

Öfter mal neidisch?

Montag, 17. Januar 2011

Neid ist ein ungutes Gefühl. Ohne, dass wir so richtig benennen können, was da eigentlich mit uns passiert, merken wir nur, dass es in uns gährt und brodelt. Wir reagieren zickig, gemein oder werden wütend, weil wir einem anderen etwas  nicht gönnen.

Würden wir genau hinsehen, dann könnten wir allerdings feststellen, dass Neid eine wunderbare Landkarte zu unseren eigenen Wünschen und Bedürfnissen ist. Wo der Neid ist, ist der Weg, denn: sind wir neidisch, fehlt uns offensichtlich selbst etwas.

Manchmal ist es Mut. Da wagt ein anderer etwas, das wir selbst gern gewagt hätten. Und plötzlich haben wir das Gefühl, dass diese Tür nun für uns verschlossen ist, weil schon ein anderer durchgegangen ist. Statt uns das nun aber  selbst ehrlich einzugestehen, meckern oder lästern wir über den anderen. Und sind tief im Innersten traurig.

Würden alle Menschen so auf die gute Leistung eines anderen reagieren, gäbe es keinen Sport, keine Wirtschaft, keine Entwicklung. Aber Gott sei Dank gibt es einen anderen Weg, um mit Neid umzugehen. Statt zu Schmollen, sollten wir die Gelegenheit nutzen, uns zu fragen, was wir denn eigentlich wollen. Egal ob nun im Job oder Privat.
Fährt der Nachbar das tolle Auto, das Sie auch gern hätten? Dann schauen Sie doch mal, wie er das geschafft hat, statt schlecht über ihn zu reden. Und dann überprüfen Sie mal. Sind Sie bereit einen Weg zu finden, auch zu solch einem Wagen zu kommen? Oder ist es Ihnen eigentlich doch gar nicht so wichtig?

Ehrlichkeit ist gefragt! Damit entkommen Sie der Neidfalle und können die Energie, die Sie mit Meckern und Nörgeln verbraten, für den eigenen Weg nutzen.

Gute Vorsätze und wie man sie verwirklicht

Samstag, 25. Dezember 2010

Wir kennen das alle. Silvester stehen wir mit einem Glas Sekt in der Hand und wissen ziemlich genau, was wir im nächsten Jahr alles ändern wollen. Mehr Bewegung, das Rauchen aufgeben, endlich den ungeliebten Job kündigen und und und.

Das neue Jahr beginnt, die erste Woche verstreicht, manches haben wir begonnen, doch oft sind all die guten Vorsätze bereits in der zweiten Januarwoche Schall und Rauch. Was bleibt, ist ein gewisser Frust und wenn wir den nicht spüren wollen, reden wir uns die Dinge einfach schön. Ich rauche eben gern oder so schlecht ist der Job ja nun auch wieder nicht. Und zack – da hat die Macht der Gewohnheit uns wieder am Schlawittchen gepackt. Wir bleiben in unserer Komfortzone hocken und nichts passiert.

Leider geht – und das sollte jedem klar sein – mit eben dieser Bequemlichkeit, viel von unserer Lebensenergie verloren. Natürlich ist es manchmal wirklich anstrengend, unbequem und lästig, sich endlich aufzuraffen und etwas zu tun. Aber genau das brauchen wir auch manchmal für unsere Lebendigkeit.

Das Leben ist auf Wachstum ausgerichtet. Schauen Sie sich in der Natur um. Da bleibt nichts stehen. Alles ist in Bewegung. Werden und vergehen sind die Zyklen, die das Leben ausmachen. Bleiben Sie stehen und verändern nichts, wird die Veränderung irgendwann von außen kommen. Dann ist sie in der Regel aber schmerzhaft und anstrengender.

Also packen Sie es lieber selbst an. Nehmen Sie sich für das nächste Jahr maximal zwei große Veränderungen vor und planen Sie ganz genau – am besten schriftlich – wie Sie sie angehen wollen. Erstellen Sie einen Zeitplan und machen Sie in der ersten Januarwoche mindestens zwei Schritte in Richtung Ziel. Das können kleine Schritte sein – Hauptsache, Sie gehen Sie!

Entspannt durchs Leben gehen

Samstag, 04. Dezember 2010

Die Weihnachtsvorbereitungen sind in vollem Gange, in vielen Betrieben herrscht derzeit noch Hochbetrieb, das nasskalte Wetter und die frühe Dunkelheit drücken die auf die Stimmung und der Familienalltag schlaucht. All das ist Stress pur. Jedenfalls für viele Menschen. Dazwischen gibt es allerdings auch immer wieder solche, denen die Hektik und das mehr an Aufgaben nicht viel auszumachen scheint. Sie nehmens gelassen und strahlen sogar noch Freude und Zuversicht aus.

Woran das liegt hat nun der US Wissenschaftler Ron Palomares herausgefunden. In einer Studie klassifizierte er drei unterschiedliche Stresstypen. Gruppe eins waren die, die sofort mit körperlichen Reaktionen auf Stress reagieren. Die Probanden der zweiten Gruppe merkten zunächst nicht viel von dem Stress oder ignorierten ihn, wurden allerdings dann, als der Stresspegel wieder gesenkt wurde, plötzlich krank oder litten unter Traurigkeit und Erschöpfung und dann gab es noch die dritte Gruppe, deren Mitglieder trotz der hohen Stress-Belastung locker und entspannt blieben.

Palomares führt diese Gelassenheit auf eine grundsätzlich andere Denkweise zurück. “Diese Menschen haben sich Gedanken angeeignet, die ihr Gehirn auf Gelassenheit programmieren, eine Art zu denken, die jeder lernen kann.” Er schließt daraus, dass Gelassenheit der Schlüssel zu einer stablileren Gesundheit und grundsätzlich zu mehr Lebensfreude ist.

Ein paar Tipps von uns, wie Sie Gelassenheit trainieren können:

Lassen Sie es, sich mit anderen zu vergleichen. Sie sind einzigartig. Außerdem führt der neidvolle Blick auf das, was der andere hat, automatisch zu Stress, weil Sie sich unterlegen fühlen.

Verzeihen ist besser als Rache! Forscher haben herausgefunden, dass sich verzeihen positiv auf unseren Organismus auswirkt. Im Gegensatz dazu aktivieren Rachepläne das Stresszentrum!

Denken Sie das Beste von sich! Beobachten Sie mal, wie kritisch Sie sich selbst gegenüber sind. “Man bin ich doof!” ist ein oft gesagter Satz, der nicht gerade von Selbstliebe zeugt. Besser ist, sich Fehler zu verzeihen und sich so oft es geht, selbst für die eigene Leistung zu loben! Sie werden dadurch übrigens automatisch auch besser!

Lassen Sie den Perfektionsanspruch fallen. Perfekt ist nur der Tod!