Archive for the ‘Geld’ Category

Raus aus der Schuldenfalle

Wednesday, February 23rd, 2011

Laut einem Bericht in der Berliner Morgenpost, hat die Zahl der Privatinsolvenzen in Deutschland im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Demnach haben 2010 fast 140.000 Bundesbürger diesen Weg aus der Schuldennot gewählt. Ein Anstieg um 6,4 Prozent im Vergleich zum Jahr 2009, so die Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel.

Betroffen sind vor allem junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren. Und in dieser Altersgruppe besonders junge alleinerziehende Frauen. Laut Bürgel sind die Hauptursachen für eine Privatinsolvenz: Arbeitslosigkeit, dauerhaftes Niedrigeinkommen, eine gescheiterte Selbständigkeit, Trennung und Scheidung. Oft führen aber auch mangelnde Erfahrungen in Geldangelegenheiten, unpassendes Konsumverhalten und Einkommensrückgang in die Schuldenfalle.

Vielleicht liegt es daran, dass die Jugendlichen heutzutage den Umgang mit Geld nicht mehr erlernen. Oft stecken schon die Eltern in der Schuldenfalle oder demonstrieren einen verschwenderischen Umgang mit Geld, den die Kinder dann übernehmen.

Geht man in die Privatinsolvenz, kommt man nicht umhin, seine Einnahmen und Ausgaben bis ins kleinste Detail zu überprüfen. Es werden Pläne erarbeitet, wie die Schulden abzuzahlen sind und der Schuldner wird verpflichtet, alle Zahlungen auch wirklich einzuhalten. Für viele ist das erst einmal Neuland. Zu verlockend sind Kreditkarten, Dispo und ungedeckte Schecks.

Aber der Weg lohnt sich, denn nach sechs Jahren ist man schuldenfrei. Betroffene wenden sich am besten an eine regionale Schuldnerberatungsstelle.

Damit es erst gar nicht soweit kommt, sollten Sie – sobald sie merken, dass Sie aus dem Dispo nicht mehr rauskommen, oder die Rechnungen sich bei Ihnen stapeln, das Gespräch mit der Bank suchen. Da ein gegenseitiges Interesse an einem Schuldenabbau besteht, kann man dort mit einem Mitarbeiter sicher über mögliche Lösungen sprechen.

Parallel dazu sollte man sich einen genauen Überblick über alle Ausgaben und Einnahmen verschaffen und sich von unnötigen Verbindlichkeiten trennen.

Gehaltspoker

Friday, October 15th, 2010

Um mehr Gehalt zu bitten, ist für jeden Angestellten eine große Herausforderung. Obwohl man weiß, dass die eigene Leistung einen höheren Geld-Gegenwert verdient hat, zögern doch viele Menschen, den Schritt zu wagen und einen Gehaltszuschlag zu fordern.
Zum einen liegt es natürlich daran, dass wir grundsätzlich Angst vor Zurückweisung haben. Was könnte der Chef denken? Spiele ich mich mit meiner Forderung ins Abseits? Ist mein Wunsch anmaßend? – all das sind Fragen, mit denen wir uns bewusst oder unbewusst beschäftigen, wenn das Thema Gehaltserhöhung ansteht.
Damit aus diesen Zweifeln keine Stolpersteine werden, ist es notwendig, sich auf das Gehalts-Gespräch gut vorzubereiten.
Erfolgreich mehr Gehalt zu verhandeln, gelingt nur dann, wenn Sie sich darüber im Klaren sind, dass Sie zwar “gefühlt” auf einer Bitt-Position stehen, eigentlich aber lediglich einen adäquaten Gegenwert für Ihre erbrachte Leistung einfordern. Das ist Ihr gutes Recht und wenn Sie diese Einstellung ausstrahlen, befinden Sie sich automatisch auf Augenhöhe mit Ihrem Gegenüber.
Es lohnt sich allerdings, genau zu wissen, in welcher wirtschaftlichen Lage sich Ihr Unternehmen befindet. Hochzeiten sind für Gehaltsforderungen natürlich besser geeignet, als Zeiten, in denen das Unternehmen nicht so gute Zahlen schreibt.
Vergleichen Sie vorab Gehälter. Wo liegen Sie mit Ihrem derzeitigen Gehalt? Hilfe finden Sie unter anderem bei destatis.de der Seite des Statistischen Bundesamts. Auf Basis dieser Zahlen können Sie sich nun ein Ziel stecken. Gut ist, eine Untergrenze festzulegen. Bis wohin geht Ihr Verhandlungsspielraum. Bleiben Sie dann auch konsequent dabei.
Für das Gespräch selbst ist es wichtig, dass Sie a) immer sachlich bleiben und b) Ihre Argumentationskette nicht mit persönlichen Dingen wie: alles wird teuer, die Kinder benötigen so viel oder Ähnlichem aufbauen.
Halten Sie Augenkontakt, üben Sie sich in der Technik des Spiegelns und sollten Sie trotzdem nicht ans Ziel kommen, dann erklären Sie ruhig, dass Sie sich in einem halben Jahr wieder melden.gehältervergleich,

Das liebe Geld

Tuesday, September 7th, 2010

Macht viel Geld glücklich? Leben Menschen, die Millionen auf ihren Konton haben, zufriedener als der kleine Angestellte, der am Ende des Monats rechnen muss?

Ja – Geld kann glücklich machen. Keine Frage. Finanzieller Druck bedeutet Stress und schadet letztendlich der Gesundheit. Nur ist es denn beim Thema Geld so, dass viel auch viel hilft?
Nein. Amerikanische Wissenschaftler haben versucht, herauszufinden, wo die Schwelle ist, die Obergrenze – also genau der Punkt, wo mehr auch nicht glücklicher und zufriedener macht.

Dazu werteten der Psychologe Daniel Kahneman und sein Kollege Angus Deaton von der Princeton University 450.000 Fragebögen des Gallup-Healthways Well-Being Index aus.
Gefragt wurde praktisch täglich nach dem gefühlten Glück. Auf einer Skala von null bis zehn machten die Teilnehmer ihre Kreuzchen und machten zudem noch Angaben zu ihrem allgemeinen Wohlbefinden – sprich Stress, Ärger, Traurigkeit oder den kleinen und großen Glücksmomenten. All diese Angaben setzen die Forscher ins Verhältnis zu dem Einkommen der Teilnehmer und so kam es zu dem ziemlich eindeutigen Ergebnis:

58.000 Euro im Jahr reichen für das Glücksgefühl – mehr Geld hat kaum Einfluss auf das individuelle Glücksempfinden.

Das sind umgerechnet rund 159,00 Euro pro Tag – Wochenenden und Feiertage mit eingerechnet. Ein Verdienst, von dem viele Menschen ihr Leben lang nur träumen werden.

Dabei gibt es durchaus Wege und Möglichkeiten, sein Einkommen zu verbessern. Es ist erstaunlich, dass es oft nicht an Chancen mangelt, sondern an der Einstellung zum Geld.
In diesem Zusammenhang spielen innere Muster oder Glaubenssätze eine prägende Rolle. Wenn ich der Meinung bin, dass “Geld stinkt” oder “Reiche arrogant und überheblich” sind, dann werde ich unbewusst meinen eigenen Reichtum boykottieren.

Geld hat auch viel mit dem eigenen Selbstwert zu tun. Der Satz: “Jemand verkauft sich unter Wert.” bringt das zum Ausdruck.