Archive for the ‘Forschung’ Category

Älterwerden – ja bitte!

Sunday, March 6th, 2011

Die meisten Menschen fürchten sich davor, älter zu werden. Sie glauben, dass mit zunehmendem Alter die Lebensqualität und damit auch die Zufriedenheit abnimmt. Eine amerikanische Studie hat nun etwas gänzlich anderes ermittelt. Demnach steigt die Zufriedenheit im Alter sogar an und so mancher 80-Jährige ist glücklicher als er es mit 18 war.

Für die Studie wurden in den USA 340.000 Teilnehmern zwischen 18 und 85 ausgewählt und befragt. Fragenthemen waren: Sex, Finanzen, Gesundheit und vieles mehr. Darüberhinaus sollten die Befragten auf einer Skala von 1-10 ihre persönliche Gesamt-Zufriedenheit einschätzen.
Ausschlaggebend für das Ergebnis waren aber letztlich sechs ganz konkrete ja/nein-Fragen:
Haben Sie gestern über einen längeren Zeitraum Freude empfunden?
– Glück empfunden?
–  Stress empfunden?

–  Zorn empfunden?
–  Ärger empfunden?
–  Traurigkeit empfunden?
Nach Aussage der Forscher geben die Antworten auf diese Fragen unmittelbar und absolut unverfälscht Auskunft über das momentane Befinden. Die Antworten darauf sind unmittelbar – kommen also aus dem Bauch und sich nicht durch rationale Überlegungen verfälscht.

Dabei ist es noch sehr spannend zu sehen, wie unterschiedlich sich die einzelnen Emotionen im Laufe eines Lebens verteilen und bis ins hohe Alter zu- oder abnehmen.
So nimmt zum Beispiel der Stress etwa kontinuierlich vom 22. bis zum 85. Lebensjahr ab. Ärger dagegen  hält sich relativ konstant auf einem Niveau bis 50 und nimmt erst danach drastisch ab. Zorn legt sich kontinuierlich ab dem 18. Lebensjahr. Traurigkeit steigert sich bis 50, vergeht allerdings bis 73, um dann wieder zu kehren. Und ganz ähnlich verhält es sich auch mit dem Glück und der Freude.

Wohl also dem, der ein hohes Alter erreicht und die Zufriedenheit, die sich dann einstellt, in vollen Zügen genießen kann.

Lieber schlechte Laune als krank!

Friday, February 25th, 2011

Arbeiten Sie als Stewardess, Verkäuferin oder Messehostess und müssen von Berufswegen ein Dauerlächeln aussetzen? Dann wird Sie die folgende Studie interessieren.Der Psychologe Brent Scott hat herausgefunden, dass Menschen, die gezwungen sind, ständig ein unechtes Lächeln zur Schau zu tragen,  auf Dauer ihrer Gesundheit schaden.

Zu diesem Schluss kam er, nachdem Scott  für zwei Wochen Busfahrer im US-Bundesstaat Michigan bei ihrer täglichen Arbeit beobachtete. In Amerika sind die Busfahrer angehalten, stets freundlich zu lächeln – egal, ob ihnen nun gerade danach zumute ist oder nicht. Freundlichkeit und Kundenservice steht an erster Stelle. Dass das längerfristig ein Eigentor für die Unternehmen ist, scheint noch nicht aufgefallen zu sein.

Wie die Morgenpost Online heute berichtet, beobachtete und befragte Scott die  Fahrer. Besonders interessierte ihn das Gefühl nach Beendigung der Arbeit. Sein Fazit:  An den Tagen, an denen den Busfahrern nicht zum Lächeln zumute war, sie aber “gute Miene zum bösen Spiel machten”, fühlten sie sich am Abend erschöpft und die  Laune hatte sich im Lauf des Tages eher verschlechter. Dieses Ergebnis widerspricht anderen Versuchen, die zeigen, dass durch ein aufgesetztes Lächeln seine Gefühle positiv beeinflussen kann.

Fakt ist jedoch: wer lächelt, auch wenn ihm eigentlich zum Heulen zumute ist, muss seine Gefühle zwangsläufig unterdrücken. Das erzeugt  Stress und führt, sollte es ein Dauerzustand sein, früher oder später  zur emotionalen Erschöpfung. Das wirkt sich auf die Motivation aus und letztendlich auf die Gesundheit. Ein Burn Out ist dann nicht ausgeschlossen.

Übrigens sind Frauen davon stärker betroffen als Männer. Sie zeigen halt gern Gefühl. halten sie es zurück oder überspielen es durch aufgesetzte Freundlichkeit, betrügen sie damit nicht nur den, den sie anlächeln, sondern vor allem sich selbst.

Entspannt durchs Leben gehen

Saturday, December 4th, 2010

Die Weihnachtsvorbereitungen sind in vollem Gange, in vielen Betrieben herrscht derzeit noch Hochbetrieb, das nasskalte Wetter und die frühe Dunkelheit drücken die auf die Stimmung und der Familienalltag schlaucht. All das ist Stress pur. Jedenfalls für viele Menschen. Dazwischen gibt es allerdings auch immer wieder solche, denen die Hektik und das mehr an Aufgaben nicht viel auszumachen scheint. Sie nehmens gelassen und strahlen sogar noch Freude und Zuversicht aus.

Woran das liegt hat nun der US Wissenschaftler Ron Palomares herausgefunden. In einer Studie klassifizierte er drei unterschiedliche Stresstypen. Gruppe eins waren die, die sofort mit körperlichen Reaktionen auf Stress reagieren. Die Probanden der zweiten Gruppe merkten zunächst nicht viel von dem Stress oder ignorierten ihn, wurden allerdings dann, als der Stresspegel wieder gesenkt wurde, plötzlich krank oder litten unter Traurigkeit und Erschöpfung und dann gab es noch die dritte Gruppe, deren Mitglieder trotz der hohen Stress-Belastung locker und entspannt blieben.

Palomares führt diese Gelassenheit auf eine grundsätzlich andere Denkweise zurück. “Diese Menschen haben sich Gedanken angeeignet, die ihr Gehirn auf Gelassenheit programmieren, eine Art zu denken, die jeder lernen kann.” Er schließt daraus, dass Gelassenheit der Schlüssel zu einer stablileren Gesundheit und grundsätzlich zu mehr Lebensfreude ist.

Ein paar Tipps von uns, wie Sie Gelassenheit trainieren können:

Lassen Sie es, sich mit anderen zu vergleichen. Sie sind einzigartig. Außerdem führt der neidvolle Blick auf das, was der andere hat, automatisch zu Stress, weil Sie sich unterlegen fühlen.

Verzeihen ist besser als Rache! Forscher haben herausgefunden, dass sich verzeihen positiv auf unseren Organismus auswirkt. Im Gegensatz dazu aktivieren Rachepläne das Stresszentrum!

Denken Sie das Beste von sich! Beobachten Sie mal, wie kritisch Sie sich selbst gegenüber sind. “Man bin ich doof!” ist ein oft gesagter Satz, der nicht gerade von Selbstliebe zeugt. Besser ist, sich Fehler zu verzeihen und sich so oft es geht, selbst für die eigene Leistung zu loben! Sie werden dadurch übrigens automatisch auch besser!

Lassen Sie den Perfektionsanspruch fallen. Perfekt ist nur der Tod!

Selbstüberschätzung als Erfolgsschlüssel

Thursday, November 11th, 2010

Warum schaffen es so wenige Frauen in die Führungsetagen der Konzerne? Amerikanische Wissenschaftler glauben nun den Grund gefunden zu haben. Männer überschätzen die eigene Leistung und haben auch klein Problem damit, sich selbst ins rechte Licht zu rücken, auch wenn sie um wissen, dass sie eigentlich nur Mittelmaß sind.

Mit den Ergebnissen dieser US-Studie räumen die Forscher rund um Ernesto Reuben von der Columbia University mit einem alten Irrglauben auf. Es ist nicht so, dass die Frauen den Konkurrenzkampf scheuen oder die Männer gezielt Frauen diskrimminieren, um sich eine bessere Position zu verschaffen. Nein – sie sind einfach nur besser darin, ihre Leistungen so aufzubauschen, dass ihnen das einen Vorteil bringt.

Während die Frauen in einem Testschritt  ihre tatsächliche Leistung um rund 15 Prozent besser darstellten, mogelten die Männer ihre Fähigkeiten um 30 Prozent besser.
Für die Wirtschaft kann das nur bedeuten – wenn Unternehmen daran interessiert sind, mehr Frauen in den Führungsetagen zu haben, müssen objektiv, messbare Leistungskriterien bei den Auswahlverfahren eingesetzt werden. Damit würden die Aufstiegschancen für Frauen deutlich erhöht.

Denn dass Frauen sehr wohl hervorragende Führungspersönlichkeiten sind, beweisen die wenigen, die bis an die Spitze gelangt sind. Es gibt übrigens einen deutlichen Trend, der sich abzeichnet. Mehr und mehr jüngere Frauen rücken in Spitzenpositionen auf.

Und – weibliche Führungskräfte sind vor allem in kleinen Unternehmen tätig. Mehr als ein Viertel der Führungspositionen in Betrieben mit weniger als zehn Beschäftigten sind mit Frauen besetzt. Doch schon bei Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten ist es nur noch jeder siebte Chefsessel, auf dem eine Frau sitzt.

Sexsucht im Netz

Friday, September 10th, 2010

Laut einer Analyse des Softwareunternehmens Optenet sind zeigen 37 Prozent aller Seiten im Netz pornographische Inhalte. Und ein Ende des Trends ist nicht abzusehen. Sex sell’s – die Kasse klingelt vor allem im Netz.

Ob es nun daran liegt, dass die sexuelle Befriedigung nur einen Klick entfernt ist, oder ob die Anonymität im Netz dafür sorgt, dass immer mehr Menschen süchtig nach Netzpornographie sind, bleibt ungeklärt. Fakt ist, die Zahl derer, die selbst nicht mehr herauskommen aus dem Teufelskreis von Lust, Begierde und schneller Befriedigung steigt rasant.

So haben sich Kirche und die Union bereits Gedanken gemacht, wie man diesem Problem Herr werden kann. Sie fordern Netzsperren für Pornoseiten. Ein Vorschlag, der wenig bringt, da die Sperren meist relativ schnell umgangen werden und man damit dem eigentlich tiefer sitzenden Problem wahrhaftig nicht zu Leibe rücken kann.

Wie bei jeder anderen Sucht, lenkt die Stimulation mit Pornovideos oder der wilde Austausch in Chatrooms von den wahren Problemen ab.

Leere, Einsamkeit, Stress, verdrängte Gefühle, Beziehungsprobleme – das sind nur einige der Faktoren, die mit der schnellen Lust und dem Kick umgangen werden wollen.
Meist merken die Betroffenen schnell, dass etwas nicht im Lot ist – doch Hilfe gibt es nach wie vor zu wenig. Auf  Online Sexsucht spezialisierte Therapeuten sind rar gesät – allenfalls kirchliche Träger bieten Beratung an.

Neben dieser Entwicklung gibt es allerdings auch noch einen ganz erfreulichen Trend. Denn trotz niedriger Eintrittsschwellen ins Land der Pornos und Sexbildchen besinnt sich die Jugend wieder auf traditionelle Werte. Die Generation Porno ist züchtiger und keuscher, als vermutet. Aktuell erschienen dazu das Buch: “Generation Geil” von Katharina Weiß.

Das liebe Geld

Tuesday, September 7th, 2010

Macht viel Geld glücklich? Leben Menschen, die Millionen auf ihren Konton haben, zufriedener als der kleine Angestellte, der am Ende des Monats rechnen muss?

Ja – Geld kann glücklich machen. Keine Frage. Finanzieller Druck bedeutet Stress und schadet letztendlich der Gesundheit. Nur ist es denn beim Thema Geld so, dass viel auch viel hilft?
Nein. Amerikanische Wissenschaftler haben versucht, herauszufinden, wo die Schwelle ist, die Obergrenze – also genau der Punkt, wo mehr auch nicht glücklicher und zufriedener macht.

Dazu werteten der Psychologe Daniel Kahneman und sein Kollege Angus Deaton von der Princeton University 450.000 Fragebögen des Gallup-Healthways Well-Being Index aus.
Gefragt wurde praktisch täglich nach dem gefühlten Glück. Auf einer Skala von null bis zehn machten die Teilnehmer ihre Kreuzchen und machten zudem noch Angaben zu ihrem allgemeinen Wohlbefinden – sprich Stress, Ärger, Traurigkeit oder den kleinen und großen Glücksmomenten. All diese Angaben setzen die Forscher ins Verhältnis zu dem Einkommen der Teilnehmer und so kam es zu dem ziemlich eindeutigen Ergebnis:

58.000 Euro im Jahr reichen für das Glücksgefühl – mehr Geld hat kaum Einfluss auf das individuelle Glücksempfinden.

Das sind umgerechnet rund 159,00 Euro pro Tag – Wochenenden und Feiertage mit eingerechnet. Ein Verdienst, von dem viele Menschen ihr Leben lang nur träumen werden.

Dabei gibt es durchaus Wege und Möglichkeiten, sein Einkommen zu verbessern. Es ist erstaunlich, dass es oft nicht an Chancen mangelt, sondern an der Einstellung zum Geld.
In diesem Zusammenhang spielen innere Muster oder Glaubenssätze eine prägende Rolle. Wenn ich der Meinung bin, dass “Geld stinkt” oder “Reiche arrogant und überheblich” sind, dann werde ich unbewusst meinen eigenen Reichtum boykottieren.

Geld hat auch viel mit dem eigenen Selbstwert zu tun. Der Satz: “Jemand verkauft sich unter Wert.” bringt das zum Ausdruck.