Archiv für die Kategorie ‘Beziehungsthemen’

Lästern ist ok.

Dienstag, 19. April 2011

Eigentlich ist Lästern nicht nett. Auch wenn es – oberflächlich betrachtet – nur dem Austausch von Informationen dient, so ist es doch vom Wesen ein aggressiver Akt. Schließlich bedeutet Lästern ja dass man den Betroffenen nicht direkt konfrontiert, sondern indirekt hinter seinem Rücken schlecht über ihn redet.
Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb erfüllt Lästern eine wichtige Funktion. Wir bauen damit Aggressivität ab, die wir dem anderen sonst vielleicht ins Gesicht schleudern würden. Lästern reduziert den inneren Druck und öffnet wieder Türen, die vielleicht vorher verschlossen waren.
Aber Lästern hat noch eine andere Funktion. Wer ab und an gemeinsam mit Freunden oder Freundinnen lästert, stärkt somit das Zusammengehörigkeitsgefühl. Das trifft allerdings nur dann zu, wenn der, über den gelästert wird, nicht zur Gruppe gehört.

Schaut man in die Geschichte, dann ist schnell klar – Lästern gab es schon immer. Der britische Psychologe Robin Dunbar meint sogar, dass unsere Sprache ihren Ursprung im Lästern hat. Sich auszutauschen und auch mal über jemanden herzuziehen ist somit Teil unseres sozialen Miteinanders.

Übrigens – je kleiner der Ort, desto mehr wird getratscht. Vor allem übereinander. Man kennt sich, man grüßt sich, man weiß, was der oder der macht, also liegt es auch nahe, sich darüber zu unterhalten. Natürlich ist in einem kleinen Dorf auch das Sozialgefüge anders strukturiert. Man ist häufiger zusammen und hat somit mehr Gelegenheiten, sich zu verhaken und Spannungen aufzubauen, die dann durch Klatsch und Tratsch wieder gelöst werden können.
Städter haben da das Nachsehen. Sie verschaffen sich dieses “Glücksgefühl” meist durch die Klatschpresse. So kann man im Hausflur nicht nur übers Wetter, sondern auch über den letzten Skandal von Paris Hilton schnaken.
Also – klatschen Sie ruhig mal wieder!

So hält die Liebe – Teil 1

Montag, 10. Januar 2011

Allgemein gültige Regeln für eine Beziehung aufzustellen, ist immer schwierig, weil die einzelnen Persönlichkeiten innerhalb einer Beziehung völlig unterschiedlich agieren. Trotzdem – ein paar Grundregeln gibt es dann aber doch, die helfen können, Stabilität in eine Partnerschaft zu bringen, oder sie zu erhalten.

Da wäre zum Beispiel die Sache mit der Überzeugung. Natürlich ist es so, dass wir unterschiedliche Auffasungen oder Einstellungen zu Ereignissen oder Gegebenheiten haben. Das muss auch so sein, denn schließlich sind wir Individuen. Nun kann man natürlich innerhalb der Beziehung seinen Standpunkt darlegen und äußern. Was man aber vermeiden sollte, ist, den anderen überzeugen zu wollen.

Nach dem Motto: “Das siehst du doch auch so Schatz, oder?” setzen wir im schlimmsten Fall den anderen unter Druck oder zwingen ihn, seine eigene Haltung aufzugeben. Das ist für die Beziehung kein guter Weg, da der, der sich anpasst einen Teil seiner Persönlichkeit aufgibt.

Ein anderer wunder Punkt innerhalb einer Beziehung, sind die Fehler und Schwachstellen der Partner. In einer guten Beziehung unterstützt man sich gegenseitig. Da räumt der eine mal schnell die Wohnung auf, weil er weiß, dass der andere den Dreck einfach nicht sieht. Falsch wäre allerdings, es zu tun und sich aber gleichzeitig stets und ständig lauthals darüber zu beklagen, dass man es tun muss, weil der andere so eine Schlampe ist. Wenn das dann auch noch vor Dritten geschieht, ist Stress vorprogrammiert, den niemand hat es gern, vorgeführt zu werden.

Darum: klären Sie das innerhalb Ihrer Beziehung. Finden Sie einen Kompromiss. Sehen Sie auch die eigenen Schwachpunkte und suchen Sie Wege, wie Ihr Partner Sie unterstützen kann, damit das System von Geben und Nehmen ausgeglichen ist.

Treu oder nicht treu?

Montag, 06. Dezember 2010

In Deutschland geht jeder Zweite fremd. Männer liegen bei dieser Statistik nur leicht vorn – die Frauen haben aufgeholt. Und das obwohl 90 Prozent der Deutschen die Meinung vertreten, dass Treue gut und wichtig ist. Ja was denn nun?

Biologen gehen die Frage seit jeher ganz pragmatisch an und sehen im Fremdgehen schlichtweg eine Art Entlastung. Evolutionsgesteuert handeln wir – Männer, weil sie als Jäger und Sammler erobern müssen. Und Frauen tun es, weil sie begehrt sein wollen.
Und da das  in einer langjährigen Beziehung meist nicht mehr bedient wird, suchen sich Männer und Frauen halt eine andere Plattform um den Urzeit-Bedürfnissen gerecht zu werden. Die Vernunft rückt in den Hintergrund und macht dem triebgesteuerten Wesen Platz.

Trotzdem – es gibt sie ja, die Treuen. Sind diese Menschen nicht evolutionär programmiert?
Der Berliner Psychotherapeut Wolfgang Krüger hat sich intensiv mit dieser Thematik auseinandergesetzt und ist zu dem Schluss gekommen, dass treue Menschen sich durch ein besonders starkes Persönlichkeitsprofil auszeichnen. Darüberhinaus stehen sie in einem guten Kontakt mit sich selbst und ihrem sozialen Umfeld.

Krüger bezeichnet solche Menschen als “besonders bindungsstark”, was bedeutet, dass sie in der Regel bereits in der Kindheit verlässliche Beziehungen zu Bezugspersonen aufbauen konnten und diese Erfahrung später auf ihr Erwachsenenleben übertragen können.  Dazu kommt eine gewisse innere Stabilität, das Wissen um den eigenen Wert und der gute Kontakt zur inneren Stimme. Treue Menschen ziehen aus ihrer Partnerschaft eine Lebensstabilität, die ihnen Kraft gibt, Lebensschwerpunkte und -ziele  zu setzen und letztendlich auch zu verwirklichen. Dazu kommt, dass sich diese Lebensziele mit denen des Partners decken, was zu einem ausgesprochen starken Wir-Band wird. Das bedeutet natürlich nicht immer eitel Sonnenschein – jedoch genug Beziehungsstabilität, auf die das Paar in Krisenzeiten bauen kann.

Düsseldorfer Tabelle

Mittwoch, 01. Dezember 2010

Trennen sich Eltern – egal ob vorher verheiratet oder in eheähnlicher Gemeinschaft lebend,muss dem Elternteil, bei dem das Kind wohnt, vom anderen Elternteil für das Kind Unterhalt gezahl werden. Dabei gelten folgende Sätze:

Monatliches Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen Alter des Kindes in Jahren
0–5 6–11 12–17 ab 18
bis 1.500 225 272 334 304
1.501–1.900 241 291 356 329
1.901–2.300 257 309 377 353
2.301–2.700 273 327 398 378
2.701–3.100 289 345 420 402
3.101–3.500 314 374 454 441
3.501–3.900 340 404 488 480
3.901–4.300 365 433 522 519
4.301–4.700 390 462 556 558
4.701–5.100 416 491 590 597
ab 5.101 nach den Umständen des Falles

* Alle Beträge in Euro, monatlicher Zahlbetrag nach Abzug des ­jeweiligen ­Kindergeldanteils (halbes ­Kindergeld bei Minderjährigen, volles Kindergeld ab 18 Jahren). Für das 1. und 2. Kind beträgt das Kindergeld derzeit 184 Euro. Quelle: OLG Düsseldorf; Anhang zur Düsseldorfer Tabelle

Ab dem 1. Januar 2011 gibt es bei der Unterhaltszahlung einige Veränderungen:

Berufstätige, die Unterhalt an Kinder unter 21 Jahren zahlen müssen, dürfen künftig 950 (bisher 900) Euro des Einkommens als „notwendigen Eigenbedarf“ behalten.
Bei arbeitslos gemeldeten Zahlvätern oder -müttern oder Nichtberufstätigen, gilt die bisherige Grenze von 770 Euro weiter.
Bei volljährigen Kindern steigt der Eigenbehalt des zahlenden Elternteils von 1100 auf 1150 Euro.
Wer dem geschiedenen Partner bzw. der Mutter oder dem Vater eines nichtehelichen Kindes Unterhalt zahlen muss, darf 1050 (bisher 1000) Euro behalten.

Sinnvoll ist es auf jeden Fall, in der Trennungsphase eine Beratungsstelle aufzusuchen, um die Unterhaltsansprüche für das Kind oder gegebenenfalls auch gegenseitige Unterhaltsansprüche zu klären.
Das spart unnötige Streitereien.
Die Jugendämter zahlen auch einen sogenannten Unterhaltsvorschuss, sollte der ehemalige Lebenspartner die Zahlung verweigern oder sie aus anderen Gründen aussetzen.

Unabhängig von allen finanziellen Punkten, die geklärt werden müssen, bedeutet ist Trennung für alle Beteiligten eine große Belastung. Lassen Sie sich auf jeden Fall unterstützen! Scheuen Sie sich nicht, Hilfe anzunehmen, um Rat zu fragen oder sich auch einfach mal “nur auszuheulen”. Wir sind gern für Sie da!

Wieviel Ehrlichkeit muss sein?

Donnerstag, 25. November 2010

Sie stehen am Beginn ihrer Beziehung, der Himmel hängt voller Geigen, die rosarote Brille sitzt und plötzlich platzt es aus ihm heraus: “Schatz, ich hatte vor dir schon einmal Sex mit einem Mann.”

Wumm. Das sitzt. Plötzlich sieht die Welt nicht mehr so rosarot aus. Im Gegenteil. Plötzlich ranken sich allemöglichen Fragen um die Himmelsgeigen. Wird er das noch einmal tun? Ist er schwul? Bin ich richtig für ihn? Spielt er nur mit mir? Und und und. Schnell kommen die Selbstzweifel und ein Misstrauen schleicht sich ein.

Wäre es vielleicht am Ende besser gewesen, man hätte nichts davon gewusst?

Das mit der Ehrlichkeit in einer Beziehung ist eine Gratwanderung. Stellen Sie sich doch nur mal vor, Sie würden oben ehrlich offengelegte Wahrheit, erst einige Jahre später von einem Dritten erfahren. Wie würde sich das anfühlen?

Also besser, als sich in Selbstzweifeln oder Vorwürfen zu verlieren, wäre, den Stier bei den Hörnern zu packen, für die Offenheit zu danken und sich dann darüber auszutauschen, welche Erwartungen jeder von Ihnen an die Beziehung hat. Fragen Sie ihn ruhig, ob er bisexuell ist oder ob das damals nur geschah, um mal das Ufer zu wechseln und zu fühlen, wie das ist.
Wichtig ist, dass Sie die Entscheidungsgewalt bei sich behalten. Wägen Sie ab.

Kann ich und will ich mit dieser Wahrheit leben? Kann ich mir gegebenenfalls vorstellen, mit einem Mann zu leben, der sich auch von anderen Männern angezogen fühlt?

Das gleiche gilt natürlich auch andersherum, denn nicht nur Männer haben Geheimnisse beziehungsweise ein Vorleben. Wenn Sie Ihren Partner wirklich lieben und Ihre Beziehung auf feste Füße stellen wollen, dann ist Ehrlichkeit wichtig. Damit geben Sie dem anderen die Chance, auf seine Art zu entscheiden.

Streit in der Weihnachtszeit

Montag, 22. November 2010

Obwohl die Adventszeit und das Weihnachtsfest von der Sache her wohl eher besinnlich, still und entspannend sein sollen, ist in der Realität für viele Paare meist genau das Gegenteil der Fall.
Hektisch laufen wir durch die Läden, um mit einem unguten Gefühl viel Geld für Geschenke auszugeben. Schon Monate vorher wird beraten, welche Familie an welchem Tag besucht wird, oder wann wer kommen darf.

Bestimmen seine die Rituale seiner Familie das Fest oder werden die Traditionen ihrer Familie am Leben gehalten?

Viele Fragen, viel Stress, oft Streit. Am Ende können wir die besinnliche Zeit nicht genießen, sondern kriegen uns spätestens beim Schmücken des Weihnachtsbaumes in die Wolle, weil die Lichterkette nicht brennt und kein Geschäft mehr geöffnet hat, um Ersatz zu besorgen. Alle Jahre wieder…

Wie kann man dem Stress und dem Streit entgehen? Am besten, in dem Sie sih zunächst einmal für sich allein vorher überlegen, wie das Fest ablaufen soll. Was wünschen Sie sich? Ein Familienfest, oder wollen Sie die Tage lieber am Strand in der wärmenden Sonne weitab von jeglichem Weihnachtsgetue verbringen?

Seien Sie ehrlich zu sich selbst und zu ihrem Partner, wenn Sie sich dann gemeinsam hinsetzen und planen. Niemandem ist genützt, wenn Sie sich beim Familien-Fest volllaufen lassen, weil Sie die Sippe nicht ertragen. Andersherum sind Sie auch am Strand deplatziert, wenn Ihnen eigentlich der Sinn nach Weihnachtsgans und “Kling Glöckchen klingelingeling” steht.

Finden Sie einen Kompromiss. Achten und respektieren Sie den Wunsch des anderen und erfinden Sie Ihr ganz persönliches Weihnachtsfest. Auch wenn Sie Gefahr laufen, von der Restfamilie schräg beäugt zu werden, denken Sie immer daran, dass es Ihr Fest ist und Sie auch die Regeln “Fest-legen”. Schaffen Sie Ihre eigenen Rituale, damit reduzieren Sie das Streitpotential erheblich.

Partner fürs Leben

Dienstag, 02. November 2010

Obwohl unser allgemeiner Lebenswandel eigentlich dagegen etwas anderes zeigt – Studien und Umfragen belegen immer wieder, dass sich Frauen und Männer gleichermaßen die eine große Liebe wünschen. Einen einen Traumpartner, mit dem man sein Leben lang Freud und Leid teilt.

Daher sind die  Erwartungen an eine Beziehung hoch und manchmal wirft man wegen Kleinigkeiten das Handtuch und versucht bei der oder dem nächsten sein Glück. Dabei gibt es eindeutige Zeichen, die darauf hindeuten, dass eine Beziehung das Potential für mehr als nur ein Wochenende hat.

Schau dir den Menschen an deiner Seite genau an. Wenn du dir vorstellen kannst, mit ihm auch in zehn oder zwanzig Jahren noch zusammen zu sein, dann ist das eine gute Basis. Manchmal können wir uns das eben nicht vorstellen und dann ist der Partner in der Regel auch nicht geeignet für eine lebenslange Bindung.

Schmiedet ihr gemeinsam Pläne? Und du hast ein gutes Gefühl dabei? Prima. Gemeinsam in dieselbe Richtung zu planen, deutet auf ein längeres Glück hin.
Bist du nur auf Friede-Freude-Eierkuchen-Zweisamkeit aus? Soll dich dein Partner glücklich machen? Dann Vorsicht. Damit überforderst du ihn glatt. Sorge selbst für dich, dann ist alles, was dein Partner dir gibt, ein Geschenk obendrauf.

Wenn deine Freunde und die Freunde deines Partners oder der Partnerin zusammenwachsen, dann ist es ein sicheres Zeichen dafür, dass ihr gut zusammen passt.

Ebenso ein Zeichen sind die kleinen und großen Gesten. Wer liebt, der gibt gern. Kleine Aufmerksamkeiten, sei es eine kleine SMS Botschaft, ein Blumenstrauß oder etwas anderes, worüber der Partner sich freut. Hält dieses Gefühl, dem anderen etwas Gutes tun zu wollen an, dann kann man sicher sein, dass man liebt!

Wut tut gut

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Haben Sie auch schon gehört, dass es hilfreich und gesund ist, seinen Ärger rauszulassen, also Dampf abzulassen? Türenknallen, wutentbrannt mit allem schmeißen, was greifbar ist oder das Telefon durch die Gegend schmeißen?Vergessen Sie es. Seiner Wut Luft zu machen, macht es nur schlimmer und verstärkt sie. Lernen Sie stattdessen, sich “richtig” zu ärgern. Dann leben Sie länger, gesünder und kommen mit Sicherheit eher an Ihre Ziel.
Ziellose Wutanfälle potenzieren den Ärger eher, als dass sie ihn lindern.Sicher ist unterdrückter Ärger nicht das Mittel der Wahl. Im Gegenteil: fressen wir Wut in uns hinein, drohen Krankheiten, wie z.B. Bluthochdruck oder Magengeschwüre. Wutanfälle sind jedoch weitaus schädlicher für die Gesundheit, weil der Ärger und Frust innerlich weiter kocht. So schadet die Wut der Gesundheit: Der Körper wird in Dauer – Alarmbereitschaft versetzt, produziert ständig Adrenalin und ist angespannt.
Diese Symptome halten lange an und schwächen am Ende unser Immunsystem. Wer ständig Wut im Bauch hat, zeigt fehlende Selbstsicherheit. Wut zeigt Angst vor Kontrollverlust und eine gewisse Hilflosigkeit. Sie führt in ihrer aggressiven Form selten zum Ziel, sondern schreckt eher ab.

Darum, statt wütend ziellos um sich zu schlagen, sollten Sie lieber die Kraft, die in der Wut steckt, für Veränderungsprozesse nutzen.
Wenn Sie also das nächste Mal merken, dass Wut in Ihnen aufsteigt, versuchen Sie inne zu halten. Atmen Sie durch, zählen Sie bis zehn oder verlassen Sie kurz den Ort des Geschehens. Es ist enorm wichtig, dass Sie die andere Person nicht zum Prellbock Ihrer Emotionen machen. Analysieren Sie stattdessen, wo denn nun das eigentliche Problem liegt. Suchen Sie nach Lösungen,äußern Sie ruhig auch mal Ihren Unmut, aber bleiben Sie auf Augenhöhe.
Gut ist, sich eine Strategie zurechtzulegen, wie Sie zukünftig solche Situationen meiden können. Dass kann zum Beispiel sein, rechtzeitig und in angemessener Form die eigene Unzufriedenheit zu äußern und nicht bis zum großen Knall zu warten.

Ich will kein Single mehr sein

Montag, 25. Oktober 2010

Wir sind die Generation Single. Meist allerdings nicht freiwillig, denn viele wünschen sich von Herzen eine Partnerschaft. Ohne Erfolg. Woran liegt es, dass so mancher, der eigentlich für das Zusammenleben wie geschaffen ist, trotzdem allein bleibt?

Oft scheitern junge Beziehungen schon, noch bevor sie überhaupt so richtig begonnen haben. das kann an den Ansprüchen liegen, die man an den jeweils anderen stellt. Gerade Menschen, die sehr lange allein waren, tun sich schwer damit, Kompromisse einzugehen. Kompromisbereitschaft gehört nun mal aber in eine Partnerschaft. Es gibt ihn nicht, den perfekten Partner und so muss ich sicher hier und da Abstriche machen.

“Wer sucht, der findet.” leider scheint diese Lebensweisheit bei der Partnersuche eher hinderlich zu sein. Denn gerade die, die verzweifelt suchen, finden eher nicht. Strahlt ein Mensch Bedürftigkeit aus, schreckt das andere, speziell aber potentielle Partner ab. Damit ist man in einer Zwickmühle. Wie suggeriere ich, dass es mir nicht wichtig ist, obwohl sich alles in mir nach einem neuen Partner sehnt?

Der Rat: Sorgen Sie gut für sich und projizieren Sie nicht alles auf den Menschen da draußen. Erfüllen Sie sich selbst Bedürfnisse – notfalls mit Freunden, oder eben auch allein. Kommen Sie weg von dem Gefühl, dass Sie ohne einen Partner nicht glücklich sein können. Lassen Sie das BRAUCHEN los und sehen Sie, dass Sie HABEN. Oft ist es so, dass genau dann, wenn man sich vom Gefühl des Brauchens verabschiedet, der Partner einfach kommt.

Sollten Sie in der: “Ich finde nie den oder die Richtige(n)” -  Falle stecken, dann überprüfen Sie mal ehrlich, ob nicht eigentlich Sie der oder diejenige sind, der oder die Angst vor einer Bindung hat und sich genau darum den falschen Menschen aussucht.

Was tun gegen Stalker?

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Von Verfolgung über Belästigung bis hin zur Bedrohung oder körperlicher Gewalt – die Handlungs-Palette der Stalker ist breit. Ursprünglich kommt “Stalking” vom englischen Verb “to stalk” – ein Begriff aus der Jägersprache, der “anpirschen/ sich anschleichen” bedeutet.
Es ist ca. 20 Jahre her – da etablierte der Begriff “Stalking” in den USA. Damals wurden die Schauspielerin Rebecca Schaeffer und zwei weitere Frauen von “ihrem” Stalker ermordet.

“Stalking” heißt in der Fachsprache: “das willentliche und wiederholte (beharrliche) Verfolgen oder Belästigen einer Person verstanden, deren physische oder psychische Unversehrtheit dadurch unmittelbar, mittelbar oder langfristig bedroht und geschädigt werden kann.” (Quelle: Wikipedia)
Stalker sind also Personen, die einen anderen Menschen verfolgen, belästigen und terrorisieren. Dabei kann es sich um einen gänzlich fremden Menschen, eine ihm oberflächlich bekannte Person oder einen ehemaligen Lebensgefährten handeln.

In Deutschland ist Stalking seit drei Jahren strafbar.Allein in München werden jährlich etwa 400 Stalking-Fälle polizeilich bekannt. Leider ist es dadurch, dass Vorratsdaten nicht mehr gespeichert werden dürfen, oft schwierig, den Tatbestand des Stalkings zu beweisen und so kommen nach wie vor viele Stalker ungestraft davon, während die Opfer oft jahrelang unter den psychischen Folgen leiden.
Nach Auswertung bisheriger Erkenntnisse, sind es vor allem zurückgewiesene Liebhaber oder Expartner, die zum Stalker werden. Männer weitaus häufuger als Frauen – der Anteil der männlichen Stalker liegt bei 80 Prozent.
Sind Sie ein Opfer von Stalking, dann haben Sie die Möglichkeit, bei Gericht eine sogenannte Schutzanordnungen gegen den Stalker zu erwirken. Das bedeutet, dass er sich Ihnen oder Ihrer Wohnung nicht nähern darf.
Ganz wichtig ist es, ein Stalking-Tagebuch zu führen – also wirklich ganz genau alles aufzuschreiben – vor allem Telefonanrufe!
Und vor allem: trauen Sie Ihrer Wahrnehmung und Ihren Emotionen. Spielen Sie nichts herunter aus Scham oder Angst, Sie könnten selbst dafür gesorgt haben, dass Sie belästigt werden!