Archive for the ‘Beziehung’ Category

Ich will kein Single mehr sein

Monday, October 25th, 2010

Wir sind die Generation Single. Meist allerdings nicht freiwillig, denn viele wünschen sich von Herzen eine Partnerschaft. Ohne Erfolg. Woran liegt es, dass so mancher, der eigentlich für das Zusammenleben wie geschaffen ist, trotzdem allein bleibt?

Oft scheitern junge Beziehungen schon, noch bevor sie überhaupt so richtig begonnen haben. das kann an den Ansprüchen liegen, die man an den jeweils anderen stellt. Gerade Menschen, die sehr lange allein waren, tun sich schwer damit, Kompromisse einzugehen. Kompromisbereitschaft gehört nun mal aber in eine Partnerschaft. Es gibt ihn nicht, den perfekten Partner und so muss ich sicher hier und da Abstriche machen.

“Wer sucht, der findet.” leider scheint diese Lebensweisheit bei der Partnersuche eher hinderlich zu sein. Denn gerade die, die verzweifelt suchen, finden eher nicht. Strahlt ein Mensch Bedürftigkeit aus, schreckt das andere, speziell aber potentielle Partner ab. Damit ist man in einer Zwickmühle. Wie suggeriere ich, dass es mir nicht wichtig ist, obwohl sich alles in mir nach einem neuen Partner sehnt?

Der Rat: Sorgen Sie gut für sich und projizieren Sie nicht alles auf den Menschen da draußen. Erfüllen Sie sich selbst Bedürfnisse – notfalls mit Freunden, oder eben auch allein. Kommen Sie weg von dem Gefühl, dass Sie ohne einen Partner nicht glücklich sein können. Lassen Sie das BRAUCHEN los und sehen Sie, dass Sie HABEN. Oft ist es so, dass genau dann, wenn man sich vom Gefühl des Brauchens verabschiedet, der Partner einfach kommt.

Sollten Sie in der: “Ich finde nie den oder die Richtige(n)” –  Falle stecken, dann überprüfen Sie mal ehrlich, ob nicht eigentlich Sie der oder diejenige sind, der oder die Angst vor einer Bindung hat und sich genau darum den falschen Menschen aussucht.

Muss ich mit ihm über alles reden?

Wednesday, October 13th, 2010

Nein – blos nicht.
Die Annahme, dass in einer Partnerschaft jede Gemütsregung und jedes Erlebnis auf den Tisch kommen und besprochen werden muss, ist schlichtweg falsch und kann sogar mächtig nach hinten los gehen.  Intimität braucht  keine schonungslose Offenheit.
Natürlich möchten wir gern alles teilen, was uns bewegt. Vor allem mit dem Menschen, den wir lieben. Doch da tappen wir mitunter in eine Falle, denn wer alles erzählt, macht sich vorhersehbar. Das nimmt einer Beziehung die Spannung, da bleibt kein Geheimnis mehr, kein Prickeln – mit gnadenloser Offenheit produziert man im schlimmsten Fall gähnende Beziehungslangeweile oder Frust.

Das passiert zum Beispiel häufig, wenn wir zuviel über unsere Ex-Beziehungen ausplaudern. Natürlich sind wir alle keine unbeschriebenen Blätter, aber dem neuen Freund aufs Brot zu schmieren, dass der Alte eine Granate im Bett war, ist wohl weniger charmant. Halten Sie sich also zurück mit blumigen Schilderungen aus Ihrer Vergangenheit.

Geheimnisse sind also nicht per se schlecht. Im Gegenteil. Mit kleinen Geheimnissen bewahren wir ein Stück Unabhängigkeit und Selbstständigkeit.
Letztendlich müssen Sie immer abwägen. Betrifft mein Geheimnis das Leben des anderen? Greift es massiv in dessen Lebensplanung oder Lebensführung ein? Dann sollte es besser nicht länger ein Geheimnis bleiben, denn der andere muss das Recht haben, darauf reagieren zu können.

Für alle anderen Geheimnisse gilt: Sie machen uns einfach interessant. Sie können hilfreich sein, die Liebe frisch zu halten. Sie sorgen für ein erotisches Knistern und auch im Job ist es nicht notwendig, wie ein offenes Buch herum zu laufen. Machen Sie sich interessant, in dem Sie nicht alles erzählen.

Was tun, wenn er kein Kind will?

Monday, October 11th, 2010

Spätestens wenn sie nur noch verzückt nach jedem Baby schaut und er das Thema immer wieder umgeht, hängt bei vielen Paaren der Haussegen schief. Wenn sie Kinder will und er sich noch nicht reif fühlt, dann herrscht Klärungsbedarf.

Natürlich spielt das Alter eine Rolle.  Denn obwohl es nicht so offensichtlich und biologisch vorgegeben ist, wie bei den Frauen, gibt es natürlich auch bei Männern ein Zeitfenster in Sachen Kinderwunsch und Vaterschaft. Sagt ein Mann mit 25 Nein zum Kind, dann steckt da zu 90 Prozent der Gedanke  “Dafür bin ich noch nicht reif” dahinter. Klar – Mann will noch was erleben, sich finden, ausprobieren.
Bei Männern ab 35  Jahren sollten Sie zumindest eine gewisse Verhandlungsbereitschaft erkennen. Steht er grundsätzlich auf Familie? Dann argumentieren Sie offen und vor allem direkt.
Ist der Mann 40 oder älter, können Sie ihm sogar ein Ultimatum setzen. Denn dann weiß er mit Sicherheit, was er will und was nicht.

Wichtig ist, dass Sie als Frau für sich klären, was hinter Ihrem Kinderwunsch steckt. Manchmal verbirgt sich nämlich auch etwas Manipulatives dahinter. Der Wunsch, den Mann unbedingt zu binden. Ihn zu mehr gemeinsamer Zeit zu zwingen oder ihn im schlimmsten Fall zu halten, wenn die Zeichen schon auf Trennung stehen.
Oft ist leider ein Nein zum Kind auch ein Nein zur Beziehung generell.
Bei einem ganz klaren Nein seinerseits, sollten Sie wirklich abwägen, was Ihnen wichtiger ist. Der Mann oder Ihr Kinderwunsch. Sie werden es sich nur schwer selbst verzeihen, wenn Sie ihren Wunsch für ihn aufgeben. Andererseits wird die Beziehung kaum eine Zukunft haben, wenn Sie ihn einfach überrumpeln und vor vollendete Tatsachen stellen.

Entscheiden

Monday, September 20th, 2010

Soll ich oder soll ich nicht? Wie entscheide ich mich richtig?
Kaum etwas fällt uns so schwer, wie eine Entscheidung zu treffen.

Soll ich dies oder das kaufen? Soll ich mich trennen oder doch lieber bleiben? Soll ich meinen Beruf wechseln oder die nächsten Jahre in der Firma bleiben?

Unser ganzes Leben und damit jeder einzelne Tag ist von vielen Entscheidungen geprägt. Oft finden wir unbewusst eine Antwort ohne das wir großartig darüber nachdenken. Schon morgens aufzustehen, ist die Entscheidung, nicht im Bett zu bleiben.

Wir kommen schlichtweg nicht drumherum, Entscheidungen zu treffen. Was aber, wenn ich hadere und mich nicht so richtig entscheiden kann?
Wer oder was bringt mir Entscheidungshilfen und erleichtert mir damit den Entscheidungsprozess?

Letztendlich müssen wir jede Entscheidung selbst treffen, aber es gibt ein paar Tipps, wie man schneller zu einem Ergebnis kommt.

Fragen Sie sich, welche Konsequenzen ihre Entscheidung hat. Geht es hier um Leben oder Tod? Können Sie anderen oder sich selbst schaden? Wenn nicht, dann nehmen Sie die Luft raus – denn eine Fehlentscheidung bedeutet nicht das Ende der Welt. Schon allein diese Einstellung befreit und macht den Weg zur Lösung frei.

Erstellen Sie ein Plus/Minus Liste für alle Alternativen. Möglichst schriftlich!

Besprechen Sie das Thema mit Freunden. Aber lassen Sie sich nicht von zu vielen Meinungen verwirren.

Setzen Sie sich eine deadline, bis wann die Entscheidung getroffen sein soll. Und vor allem: beenden Sie, nachdem Sie sich entschieden haben das Gedankenkarusell. Sagen Sie sich innerlich: “Stopp – das ist entschieden!”

Hadern Sie nicht mit einer Entscheidung, die sich im nachhinein vielleicht als nicht so passend herausstellt. Manchmal braucht es eine längere Zeitstrecke, um die wirklichen Auswirkungen zu erkennen und schon oft hat sich eine Entscheidung, die als “falsch” bezeichnet wurde, nach längerer Zeit als goldrichtig herausgestellt.

Eine Beziehung aufbauen

Monday, September 20th, 2010

Tatsache ist, dass die meisten Singles nach einer festen Beziehung suchen. Wir sind nun mal Rudel Tiere und brauchen die nähe anderer Menschen und vor allem suchen wir instinktiv nach einer Person mit der wir zusammenleben können.

Es ist aber nicht mehr so einfach den geeigneten Partner zu finden. Unsere anerzogenen gesellschaftlichen Regeln machen es sehr schwer einen neuen Partner zu finden. Warum sollen Frauen keine Männer ansprechen? Warum sagt man nicht das einem der andere gefällt, etc. Es gibt so viele kulturelle Hindernisse die es bei der Partnersuche zu überwinden gilt.

Zu aller erst sollte man sich von solchen Geboten und Verboten gedanklich trennen und genau das machen, was man möchte. Es gibt kein Gesetzt in Deutschland, was verbietet einen Menschen einfach anzusprechen (solange es nicht in Richtung Belästigung geht). Viel mehr freut sich bestimmt der Gegenüber die diese initiative!

Was soll man aber sagen?
Es ist nicht so schwer. Es gibt viele gute (und schlechte Tipps) die einem das Flirten vereinfachen. Am besten versucht man sich nicht zu verstellen. Seien Sie einfach sie selbst. Alles andere würde der Gegenüber sofort merken. Schnell wirkt das Gespräch dann aufgesetzt und gekünstelt. Es entsteht eine beklemmende Situation in der sich jeder unwohl fühlt. So ist es absolut unmöglich dass hieraus eine Beziehung entsteht.

NLP bei der Partnersuche

Die besten Ratschläge kommen allerdings aus dem Bereich NLP (Neurolinguistische-Programmierung). Hier werden mit einfachen Mitteln aufgezeigt wie man herausfindet wie ein Mensch auf bestimmte Situationen regiert und was er denkt. Wer sich länger mit diesem Thema befasst und auch regelmäßig übt, der kann solche Situationen sehr schnell intuitiv erkennen und auch zu seinen Gunsten beeinflussen. Von Manipulation kann hier noch nicht gesprochen werden. Es gibt eine Menge guter Informationen und Tipps zu Thema NLP und Partnersuche.

Fazit:
Bei der Partnersuche sollte man kein Regeln der Gesellschaft akzeptieren. Wie sagt man: in der Liebe und im Krieg ist alles erlaubt. Letzteres ist allerdings Falsch. Trennen sie sich von alten Regeln und starten Sie mit einer völlig neuen Art des Flirtens. Gerne auch unter zu Hilfenahme von NLP. Sie werden überrascht sein, wie gut es funktioniert.

Sexsucht im Netz

Friday, September 10th, 2010

Laut einer Analyse des Softwareunternehmens Optenet sind zeigen 37 Prozent aller Seiten im Netz pornographische Inhalte. Und ein Ende des Trends ist nicht abzusehen. Sex sell’s – die Kasse klingelt vor allem im Netz.

Ob es nun daran liegt, dass die sexuelle Befriedigung nur einen Klick entfernt ist, oder ob die Anonymität im Netz dafür sorgt, dass immer mehr Menschen süchtig nach Netzpornographie sind, bleibt ungeklärt. Fakt ist, die Zahl derer, die selbst nicht mehr herauskommen aus dem Teufelskreis von Lust, Begierde und schneller Befriedigung steigt rasant.

So haben sich Kirche und die Union bereits Gedanken gemacht, wie man diesem Problem Herr werden kann. Sie fordern Netzsperren für Pornoseiten. Ein Vorschlag, der wenig bringt, da die Sperren meist relativ schnell umgangen werden und man damit dem eigentlich tiefer sitzenden Problem wahrhaftig nicht zu Leibe rücken kann.

Wie bei jeder anderen Sucht, lenkt die Stimulation mit Pornovideos oder der wilde Austausch in Chatrooms von den wahren Problemen ab.

Leere, Einsamkeit, Stress, verdrängte Gefühle, Beziehungsprobleme – das sind nur einige der Faktoren, die mit der schnellen Lust und dem Kick umgangen werden wollen.
Meist merken die Betroffenen schnell, dass etwas nicht im Lot ist – doch Hilfe gibt es nach wie vor zu wenig. Auf  Online Sexsucht spezialisierte Therapeuten sind rar gesät – allenfalls kirchliche Träger bieten Beratung an.

Neben dieser Entwicklung gibt es allerdings auch noch einen ganz erfreulichen Trend. Denn trotz niedriger Eintrittsschwellen ins Land der Pornos und Sexbildchen besinnt sich die Jugend wieder auf traditionelle Werte. Die Generation Porno ist züchtiger und keuscher, als vermutet. Aktuell erschienen dazu das Buch: “Generation Geil” von Katharina Weiß.

Guter Sex – schlechter Sex

Wednesday, September 1st, 2010

Was heißt es eigentlich, “schlechten” Sex zu haben?
Gibt es eine allgemeine Richtlinie, an der sich bemessen lässt, ob ein Schäferstündchen gelungen ist, oder nicht?

Wahrscheinlich nicht, denn letztendlich ist Sex wie so vieles im Leben eine ganz individuelle Angelegenheit.
Was es jedoch mit Sicherheit gibt, sind psychologische Hemmschwellen oder Blockaden, die unser Sexualleben einschränken und dafür sorgen, dass der natürliche Fluss sexueller Energie unterbrochen wird.

Eine Ursache dafür kann eine strenge Erziehung, bei der körperliche Zuwendung zu kurz kam, sein.
Wenn Kinder ohne Körperlichkeit, Nähe und zärtliche, liebevolle Berührungen aufwachsen, gelingt es ihnen als Erwachsene häufig nicht, ein natürliches Verhältnis zu ihrem eigenen Körper zu entwickeln. Sie können Regungen und Bedürfnisse nicht erkennen und trauen sich nicht, eigene Wünsche zu kommunizieren, weil das in der Kindheit verpöhnt oder sogar bestraft wurde.
Das wird nicht nur im normalen Alltag häufig zu einem Stolperstein, sondern auch im Bereich der Sexualität. Wie soll der Partner wissen, was er tun und lassen soll, wenn man es selbst nicht einmal weiß?

Ein weiteres Hindernis für eine erfüllte Sexualität kann generell das Verhältnis zum eigenen Körper sein. Wenn ich mich so wie ich bin nicht mag, dann gehe ich auch nicht davon aus, dass andere mich mögen. Dann kann allein der Gedanke daran, dass der Mann im Bett auf meine Hüftpölsterchen schielt, die Lust zum Erlöschen bringen. Häufig passiert Frauen das nach einer Operation oder nach der Schwangerschaft. Plötzlich fühlen sie sich nicht mehr attraktiv, mehr als Mutter statt als Frau oder überhaupt nicht mehr fraulich.

In allen Fällen wäre es ratsam, sich Hilfe zu suchen. Bei einer Freundin, der Frauenärztin oder einen Sexualtherapeuten ins Vertrauen zu ziehen, statt dem Frust nachzugeben und aus Angst oder Scham ganz auf Sex zu verzichten. Sexualität ist eine ungemein große Energie- und Gesundheitsquelle, die auf gar keinen Fall eintrocknen sollte!

Treue – Siegel

Monday, August 16th, 2010

Was bringt uns dazu, in fremde Betten zu hüpfen und mit einem Seitensprung die eigene Beziehung auf’s Spiel zu setzen?
Nahm man früher an, dass evolutionäre Hintergründe eine Rolle spielen, kommt man heute immer öfter zu dem Schluss, dass kulturelle und soziale Mechanismen unser Fremdgehverhalten beeinflussen.
Das bestätigt auch eine aktuelle Studie, die auf der Jahrestagung der American Sociological Association in Atlanta (US-Bundesstaat Georgia) vorgestellt wurde.
Sie basiert auf einer Umfrage unter 1024 Männern und 1559 Frauen in den USA und zeigt deutlich, dass Männer öfter fremdgehen, wenn sie von ihrer Frau finanziell abhängig sind. Auch bei der Treue der Frauen spielen die Finanzen eine Rolle – allerdings anders als bei den Männern.
Geleitet wurde die Studie von Christin Munsch (Cornell University).
Ihr Fazit: Männer ohne eigenes Einkommen gehen fünfmal häufiger fremd, als Männer, die gleich viel verdienen wie ihre Frau. Die treuesten Partner seien die Männer, deren Frauen ca. 75 Prozent ihres Einkommens verdienen.

Woran das liegt? Wunsch dazu: “Die Ursache dafür könnte sein, dass Männer in einer solchen Situation unglücklicher sind. Aus diesem Grund betrügen sie – nicht, weil sie weniger Geld verdienen.”
Spannend ist, dass sich das ganze dann wieder dreht, wenn die Männer deutlich mehr als ihre Frauen verdienen. Dann wiederum ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Mann untreu wird, wieder höher. Eine Erklärung wäre, dass diese Männer häufig Berufe ausüben, bei denen sie oft auf Geschäftsreisen sind oder lange Arbeitszeiten haben. Es gibt also schlichtweg mehr Gelegenheiten.

Und die Frauen?
Die gehen laut Studie seltener fremd, wenn sie finanziell abhängig sind. Ein Grund dafür könnte sein, dass sie weniger Gelegenheiten haben, weil sie sich um Kinder und Haushalt kümmern. Oder sie entscheiden sich aktiv dagegen, um die Beziehung und damit ihre Existenz nicht zu gefährden.

Natürlich spielen auch Faktoren wie Alter, Bildungsgrad und Zufriedenheit in der Beziehung eine große Rolle. So heißt es zum Beispiel in der Studie:  Je gebildeter die Partner sind, desto weniger gehen sie fremd.

Ist meine Beziehung zu Ende?

Wednesday, August 11th, 2010

Steckt man in einer Beziehungskrise, stellt sich natürlich die Frage, ob denn die Beziehung überhaupt noch zu retten ist, oder ob man selbst oder der andere vielleicht schon so weit weg ist, dass es wenig Sinn macht, noch etwas zu kitten. Es gibt ein paar wichtige Zeichen, die Sie als Gradmesser einsetzen können.

Da wäre zunächst der Satz: Wir sollten uns eine Auszeit nehmen!
Er gehört zu den Beziehungsaus-Klassikern. Es geht  emotionalen Abstand. Der, der ihn ausgesprochen hat, braucht Zeit und Abstand, um die  Situation klarer zu sehen. Meist läuft allerdings solch eine zeitlich begrenzte Trennung auf ein richtiges Ende hinaus.

Der nächste kritische Punkt sind Vergleiche.  Sie sind meist ein schlechtes Zeichen. Sie untergraben Ihre Individualität und geben Ihnen das Gefühl, schlechter als andere zu sein. Statt darauf gekränkt zu reagieren oder sich zu rechtfertigen, sollten Sie Ihren Partner lieber bitten, was er sich denn für die Beziehung oder von Ihnen wünscht. Fängt er dann an rumzueiern, können Sie sicher sein, dass er sich innerlich schon entfernt hat.

Was gar nicht geht und mit Sicherheit anzeigt, dass Dreck unter dem Teppich liegt: Beleidigungen.
Sie signalisieren absolute Respektlosigkeit in der Beziehung. Wenn Sie beide an dem Punkt angelangt sind, wo Sie sich gegenseitig herabsetzen und gezielt weh tun, dann sollten Sie lieber einen Schlussstrich ziehen. Sie überschreiten Grenzen und schaden sich am Ende selbst damit, denn das Spiel können Sie fortsetzen, bis zum Rosenkrieg.

Schweigen kann genauso anzeigen, dass das Feuer der Liebe erlöschen ist. Wenn Sie nur noch das Nötigste miteinander besprechen, ist die Beziehung so gut wie vorbei. Dann hilft entweder nur der Gang in eine Paarberatung oder Sie beenden Ihr Miteinander um wieder in lebendige Kommunikationen einzutauchen.

Und auch wenn die Beziehung zerbrochen ist – Verzagen Sie nicht. Das Leben geht weiter und es werden sich neue Türen öffnen.

Der Feind als Freund

Monday, August 9th, 2010

Feinde möchte man eigentlich nicht haben. Sie machen Angst, Ärger und schlichtweg ungute Gefühle. Am liebsten würde man ihnen ausweichen oder sie in die Hölle verdammen.

Dabei vergessen wir gern zwei Dinge. Erst einmal, dass wir mit unseren Feinden mehr zu tun haben, als uns wahrscheinlich lieb ist und dann, dass Feinde die entscheidenden Katalysatoren auf dem Weg der Selbsterkenntnis sind. Besonders im Büroalltag können Feinde zu hilfreichen Lehrmeistern werden. Aber auch im Privatleben, sind die “Arschengel”, wie der Coach Robert Betz sie nennt, zu Unrecht verkannte Wegweiser.

Fragen Sie sich doch zunächst einmal, ob Sie wirklich Opfer der Umstände sind, oder ob Sie sich nicht selbst zum Täter machen, indem Sie in die Opferrolle schlüpfen. Wie, meinen Sie? Ganz einfach. Opfer zu spielen, kann auch eine geschickte Taktik sein. Man sitzt auf einem moralischen Sockel und kann sich über andere beklagen, statt selbst zu handeln.

Spannend ist auch, sich mal anzusehen, was Sie denn genau von Ihrem Feind unterscheidet. Meist sind ja ja völlig unterschiedliche Sicht- oder Betrachtungsweisen. Anstatt sich darüber aufzuregen, können Sie dem Feind dankbar sein, dass er Ihnen ein Stück Ihrer eigenen Persönlichkeit zeigt. Sie ärgern sich über seine Großkotzigkeit? Dann sind Sie vielleicht ein kleinlauter Mensch, dem ein wenig mehr Lautstärke nicht schaden könnte.

Feinde fordern uns heraus. Wer noch nicht erkannt hat, dass das Leben keine andauernde Glücks- und Komfortzone ist, der wird spätestens durch einen Feind eines Besseren belehrt. Während wir es uns mit Freunden gemütlich machen, schubsen uns Feinde oft ins unbekannte Terrain. Gut so – denn Lehr- und Wachstumsphasen brauchen wir genauso wie die puschlige Sofazeit.

Am Ende geht es auch immer darum, zu sich selbst zu stehen. Zu erkennen, dass andere eben auch anders sind und es sein dürfen. Zu erkennen, dass man nicht immer auf die Matratzen steigen muss, um zu kämpfen und auch zu erkennen, dass Souveränität nicht gleich Egoismus ist.