Archive for the ‘Beruf’ Category

Berufswechsel leicht gemacht

Friday, August 20th, 2010

Haben Sie einen Job, den Sie nicht lieben? Denken Sie am Sonntag schon mit Schrecken daran, dass es morgen wieder losgeht? Oder sind Sie regelmäßig krank, ausgelaugt und ausgepowert?
Dann ist es vielleicht an der Zeit, den alten Job an den Nagel zu hängen und über einen Jobwechsel oder einen kompletten Neustart nachzudenken.

Viele von uns halten über Jahre an einer Arbeit fest, die ihnen weder gefällt, noch liegt, geschweigedenn die sie zu Höchstleistungen motiviert. Die Gründe sind vielfältig. An erster Stelle steht natürlich das Sicherheitsbedürfnis. Nach dem Motto: Lieber den Spatz in der Hand, statt die Taube auf dem Dach.” klammern wir uns an eine Arbeit, die uns buchstäblich krank macht.

Aber manchmal ist es gar nicht das, sondern eher eine gewisse Rat- und Ideenlosigkeit, die den Sprung in etwas Neues verbaut. Gerade, wenn man über Jahrzehnte in einer Branche festgefahren ist, fällt es schwer, den Kurs zu wechseln und einen neuen Hafen anzusteuern.
Was soll ich denn überhaupt machen? steht dann als Frage im Raum. Das Gefühl für die eigenen Fähigkeiten, das Wissen um die Kompetenz und die Intuition für den Weg gehen besonders schnell verloren, wenn man über Jahre “auf einem Feld gräbt”.

Oft hilft nur eine kompetente Beratung aus diesem Dilemma heraus. Da bietet sich zum Beispiel ein Berufscoaching an. Dort kann man gemeinsam mit dem Coach klären, wo denn die Interessen sind, was motiviert, wo Fähigkeiten im Verborgenen schlummern und welche Träume man vielleicht schon beerdigt hat, die gerade in der Situation ein hilfreicher Wegweiser sein können.

Einen Neustart ist immer ein Wagnis. Aber stets eins, das belohnt wird. Mit mehr Freude, Lebendigkeit und Gesundheit. Darauf sollten Sie nicht verzichten.

Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns an! Wir beraten und unterstützen Sie gern.

Mehr Selbstbewusstsein- Teil I

Thursday, August 12th, 2010

Haben Sie schon einmal versucht, sich vor den Spiegel zu setzen, sich in die Augen zu schauen und zu sagen: “Du bist ein wundervoller Mensch und ich liebe dich genau so, wie du bist!”?
Nein? Dann sollten Sie es ab und an in Ihren Alltag einbauen. Vor allem dann, wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Selbstbewusstsein könnte eine Stärkung gut gebrauchen.

Beobachten Sie sich einmal selbst, wie oft am Tag  Sie an sich herumkriteln und mäkeln.

“Man bist du blöd” oder “Na das hast du ja wieder großartig hinbekommen!” sind noch die harmlosen Sätze, mit denen wir oft genug die Missachtung gegenüber unserem eigenen Handeln ausdrücken. Dabei möchten wir eigentlich selbstbewusster sein. Wir schielen zu anderen und bewundern ihr forsches und offenes Auftreten.

Sein Selbstbewusstsein zu stärken, ist weniger eine Hau-Ruck-Aktion, als vielmehr ein Prozess. Sie kommen in seinem Verlauf nicht daran vorbei, sich die Frage zu stellen: ” In welcher Beziehung stehe ich eigentlich zu mir?” Und “Wie sehr bin ich mir meiner Selbst bewusst?”. Kennen Sie sich überhaupt? Wissen Sie genau, was Sie mögen, wollen, wünschen?

Die Arbeit an der Einstellung zu sich selbst, setzt eine tiefe Bereitschaft voraus, sich zu hinterfragen. Nicht kritisch im Sinne von: “Was habe ich denn da wieder gemacht?”, sondern ganz primär.

Fangen Sie mit folgenden Fragestellungen an:
Warum fühle ich mich nicht selbstbewusst?
Wer oder was hindert mich scheinbar daran?
Sind die Sätze, die ich mir sage meine eigenen, oder hat man so früher mit mir gesprochen?
Wie gingen andere in meiner Kindheit mit mir und meinem SO-SEIN um?

Schreiben Sie die Antworten am besten auf.  Das ist ein erster Pfad. Es kann sein, dass Emotionen auftauchen. Schmerzhafte Erinnerungen. Lassen Sie sich halten, wenn das passiert und seien Sie gut zu sich. Wenn Sie Hilfe benötigen, rufen Sie mich an – ich unterstütze Sie gern auf dem Weg zu mehr Selbstbewusstsein.

Der Feind als Freund

Monday, August 9th, 2010

Feinde möchte man eigentlich nicht haben. Sie machen Angst, Ärger und schlichtweg ungute Gefühle. Am liebsten würde man ihnen ausweichen oder sie in die Hölle verdammen.

Dabei vergessen wir gern zwei Dinge. Erst einmal, dass wir mit unseren Feinden mehr zu tun haben, als uns wahrscheinlich lieb ist und dann, dass Feinde die entscheidenden Katalysatoren auf dem Weg der Selbsterkenntnis sind. Besonders im Büroalltag können Feinde zu hilfreichen Lehrmeistern werden. Aber auch im Privatleben, sind die “Arschengel”, wie der Coach Robert Betz sie nennt, zu Unrecht verkannte Wegweiser.

Fragen Sie sich doch zunächst einmal, ob Sie wirklich Opfer der Umstände sind, oder ob Sie sich nicht selbst zum Täter machen, indem Sie in die Opferrolle schlüpfen. Wie, meinen Sie? Ganz einfach. Opfer zu spielen, kann auch eine geschickte Taktik sein. Man sitzt auf einem moralischen Sockel und kann sich über andere beklagen, statt selbst zu handeln.

Spannend ist auch, sich mal anzusehen, was Sie denn genau von Ihrem Feind unterscheidet. Meist sind ja ja völlig unterschiedliche Sicht- oder Betrachtungsweisen. Anstatt sich darüber aufzuregen, können Sie dem Feind dankbar sein, dass er Ihnen ein Stück Ihrer eigenen Persönlichkeit zeigt. Sie ärgern sich über seine Großkotzigkeit? Dann sind Sie vielleicht ein kleinlauter Mensch, dem ein wenig mehr Lautstärke nicht schaden könnte.

Feinde fordern uns heraus. Wer noch nicht erkannt hat, dass das Leben keine andauernde Glücks- und Komfortzone ist, der wird spätestens durch einen Feind eines Besseren belehrt. Während wir es uns mit Freunden gemütlich machen, schubsen uns Feinde oft ins unbekannte Terrain. Gut so – denn Lehr- und Wachstumsphasen brauchen wir genauso wie die puschlige Sofazeit.

Am Ende geht es auch immer darum, zu sich selbst zu stehen. Zu erkennen, dass andere eben auch anders sind und es sein dürfen. Zu erkennen, dass man nicht immer auf die Matratzen steigen muss, um zu kämpfen und auch zu erkennen, dass Souveränität nicht gleich Egoismus ist.

Zurück in den Job

Friday, July 30th, 2010

Die Babypause ist vorbei,ihr kleiner Schatz ist gut versorgt und nun heißt es langsam: ab zurück in den Job. Sie haben auch Lust darauf, schließlich soll es sich in ihrem Leben auch noch um andere Themen drehen, als um Wickelkommoden und die neuesten Sauger. Doch sind sie schon bereit, sich den anderen Herausforderungen zu stellen? Geht der Arbeitgeber mit, wenn Sie Ihre Stundenanzahl verringern wollen? Glauben Sie, es warten einige Hürden auf berufstätige Mütter, die nach der Elternzeit wieder arbeiten wollen. Wirklich leicht macht man es Ihnen nicht.
Familie und Erwerbstätigkeit lassen sich nach wie vor leider nur schwer miteinander vereinbaren. Das zeigt wieder einmal eine aktuelle Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB): “Frauen, die aus Berufen mit  flexiblen, selbstbestimmten Arbeitszeiten kommen, kehren wesentlich schneller wieder an ihren Arbeitsplatz zurück. Berufe mit überdurchschnittlich langen Arbeitszeiten (über 46 Stunden pro Woche) erwiesen sich dagegen als besonders unattraktiv für junge Mütter.”

Mit ein paar Tipps schaffen Sie es trotzdem:

  • Forschen Sie nach, was sich während Ihrer Auszeit im Betrieb verändert hat. Gibt es ein neues Computersystem? Wurden Posten gerückt? Gibt es neue Lieferanten?
  • Es ist von Vorteil, wenn Sie direkt anknüpfen können und Bescheid wissen. Notfalls denken Sie über eine zusätzliche Qualifizierung nach.
  • Müssen Sie sich neu bewerben? Dann punkten Sie mit der Elternzeit, statt sie zu verstecken. Mütter sind gefragte Organisationsgenies!
  • Suchen Sie sich eine Branche, die Ihnen flexible Arbeitszeiten oder sogar einen Homeoffice-Platz ermöglicht.
  • Wenn Sie Ihren Platz wieder haben, denken Sie daran, nicht nur von Ihrem Kind zu erzählen oder überall Bilder aufzustellen. Das wird den Kollegen mit Sicherheit schnell zuviel.
  • Kümmern Sie sich rechtzeitig um Notfallbetreuung, falls das Kind zu Beginn der Betreuungszeit häufiger krank ist.

Richtig verhandeln

Tuesday, July 27th, 2010

Es gibt Menschen, die bekommen fast immer das, was sie wollen. Getreu dem Motto: „Alles ist verhandelbar“ (wenn man verhandeln kann) ziehen sie lukrative Aufträge an Land, schaffen es, einen hohen Preis zu halten oder gewinnen spielend den zehnten Neukunden der Woche.
Wo liegt das Geheimnis? Alles eine Frage der Technik? Was bedeutet es überhaupt, effektiv zu verhandeln?
In erster Linie geht es natürlich um die Durchsetzung von Interessen, womit wir auch schon bei einem wichtigen Punkt jeder Verhandlungsstrategie angelangt sind. Man muss wissen, was man will. Das klingt banal und trotzdem gehen erstaunlich viele Menschen in eine Verhandlung, ohne vorher ein Ziel festgelegt zu haben. „Ich will mehr Geld“, reicht da nicht aus. Das ist ein vager Wunsch. Wie viel mehr soll es denn sein? 100 Euro oder 50 Euro? Auf die Provision oben drauf oder doch lieber in Form von Sachleistungen? All das muss vorher geklärt sein. Eine gute Vorbereitung ist das A und O jeder Verhandlung. Dabei spielt auch die innere Einstellung eine entscheidende Rolle. Seien Sie sich darüber bewusst, dass Sie in eine Verhandlung gehen. Eine Verhandlung ist etwas anderes als ein Gespräch. Hier geht es nicht
darum, Ihr Gegenüber auf die nette Art von etwas zu überzeugen. Hier geht es um eine strategisch geführte Argumentation, hinter der ein konkretes Ziel steckt. Fassen Sie also den Entschluss, zu verhandeln und legen Sie genau fest:
• Was ist das Wichtigste für mich?
• In welchem Rahmen bin ich verhandlungsbereit?
• Gibt es eine Alternative oder einen Ausgleich für eventuelle Zugeständnisse?
• Wo liegt meine Schmerzgrenze?
Sind die Ziele erst einmal festgehalten, geht es im nächsten Schritt darum, sich genügend Informationen über Ihren Verhandlungspartner zu beschaffen. Egal ob es um den Kunden in spe oder um den neuen Arbeitgeber geht. Recherchieren Sie, fragen Sie andere Mitarbeiter oder nutzen Sie Businessnetzwerke, um an die gewünschten Informationen zu gelangen. Das sichert Ihnen in jedem Fall einen Verhandlungsvorsprung und hilft, die Position und Argumentation des Gegenübers zu verstehen und für die eigenen Ziele zu nutzen. Denn eins ist sicher. Eine effektive Verhandlung endet mit einer so genannten „Win-Win-Position“. Beide Parteien gehen mit dem Gefühl, einen guten Deal gemacht zu haben, aus dem Gespräch.
Wenn nun aber zwei völlig gegensätzliche Positionen aufeinander treffen? Dann ist die Gefahr, dass man in einen Streit abrutscht ziemlich groß, denn Positionen sind nicht verhandelbar. Es ist also wichtig, die dahinter versteckt liegenden Interessen und Bedürfnisse beider Parteien zu erkennen.
• Finden Sie das gemeinsame Motiv! Starten Sie in die Verhandlung, indem Sie dieses gemeinsame Motiv artikulieren.
• Schlagen Sie mehrere Lösungen vor. Tauchen Schwierigkeiten auf, gehen Sie wieder zurück zu den gemeinsamen Interessen.
• Beziehen Sie am Ende wieder Position, der genau eine Lösung zu Grunde liegt. Natürlich ist die Art und Weise, wie Sie Ihrem Verhandlungspartner gegenüber treten, ein entscheidender Knackpunkt. Devotes Verhalten ist ebenso wenig erfolgreich, wie betonte Lässigkeit oder gar Dominanzgehabe. Im Gegenteil. Entweder nimmt man Sie nicht ernst, oder Sie wecken in Ihrem Gegenüber Widerstand. Körpersprache ist ein oft zu wenig beachteter Helfer in Sachen Verhandlung. Das so genannte „Körper spiegeln“ löst bei einem Gesprächspartner schnell ein Gefühl von Vertrautheit aus, ohne dass ihm das bewusst wird. Dazu beobachten Sie nebenbei die kleinen Bewegungen des Anderen und kopieren diese unauffällig. Greift Ihr Gegenüber zum Glas, nehmen Sie sich nach ein paar Sekunden vielleicht einen Kugelschreiber vom Tisch. Streicht der Andere sich über den Arm, wischen Sie ganz beiläufig über Ihr Bein. Im Gespräch mit Freunden passiert das automatisch, bei Verhandlungen können wir es gezielt als Taktik einsetzen. Überhaupt schaffen Sie mit einer angenehmen Atmosphäre eine gute Basis für Lösungen. Dazu gehört, dass Sie Ihrem
Gegenüber mit Respekt begegnen. Pünktlichkeit, Ausschalten des Telefons, Anbieten bzw. Annehmen eines Getränkes und eine sachlich faire Kommunikation sollten Standart sein.

• „Ich“ Botschaften statt dem verbalen „Sie haben aber…“ Zeigefinger.
• Fallen Sie dem Anderen nicht ins Wort, sondern schaffen Sie selbst kleine Pausen.
Damit fühlt sich Ihr Verhandlungspartner ernst genommen.
• Nachfragen statt Interpretieren. Das zeigt, dass Sie interessiert zuhören.
• Offene statt geschlossene Fragen. Damit ermutigen Sie Ihr Gegenüber, sich
auszusprechen und Ihnen mehr mitzuteilen als nur ein Ja oder Nein.
• Wiederholen Sie die Aussagen des Anderen, um die Richtigkeit zu unterstreichen.
• Fassen Sie zwischendurch immer mal wieder getroffene Absprachen zusammen, um
den roten Faden nicht zu verlieren.
Sollte mal alles schief gehen und Sie enden in einer Sackgasse, dann werden Sie nicht emotional, sondern erbitten Sie sich eine Bedenkzeit und setzen Sie einen neuen Verhandlungstermin fest. Das gibt Ihnen den Raum, Ihre Argumentation oder Zielstellung noch einmal zu überdenken und kühlt mit Sicherheit die hoch gekochten Gemüter ab.
Und wenn eine Verhandlung mal nicht in Ihrem Sinne abgelaufen ist, dann sehen Sie es nicht gleich als Niederlage. Verhandeln ist eben auch ein Ausloten, Geben, Nehmen, Aufeinanderzugehen und Zurückweichen und letztendlich braucht es wie so vieles im Leben eben auch ein wenig Übung, um Meister zu werden.