Archive for the ‘Allgemein’ Category

Gehaltspoker

Friday, October 15th, 2010

Um mehr Gehalt zu bitten, ist für jeden Angestellten eine große Herausforderung. Obwohl man weiß, dass die eigene Leistung einen höheren Geld-Gegenwert verdient hat, zögern doch viele Menschen, den Schritt zu wagen und einen Gehaltszuschlag zu fordern.
Zum einen liegt es natürlich daran, dass wir grundsätzlich Angst vor Zurückweisung haben. Was könnte der Chef denken? Spiele ich mich mit meiner Forderung ins Abseits? Ist mein Wunsch anmaßend? – all das sind Fragen, mit denen wir uns bewusst oder unbewusst beschäftigen, wenn das Thema Gehaltserhöhung ansteht.
Damit aus diesen Zweifeln keine Stolpersteine werden, ist es notwendig, sich auf das Gehalts-Gespräch gut vorzubereiten.
Erfolgreich mehr Gehalt zu verhandeln, gelingt nur dann, wenn Sie sich darüber im Klaren sind, dass Sie zwar “gefühlt” auf einer Bitt-Position stehen, eigentlich aber lediglich einen adäquaten Gegenwert für Ihre erbrachte Leistung einfordern. Das ist Ihr gutes Recht und wenn Sie diese Einstellung ausstrahlen, befinden Sie sich automatisch auf Augenhöhe mit Ihrem Gegenüber.
Es lohnt sich allerdings, genau zu wissen, in welcher wirtschaftlichen Lage sich Ihr Unternehmen befindet. Hochzeiten sind für Gehaltsforderungen natürlich besser geeignet, als Zeiten, in denen das Unternehmen nicht so gute Zahlen schreibt.
Vergleichen Sie vorab Gehälter. Wo liegen Sie mit Ihrem derzeitigen Gehalt? Hilfe finden Sie unter anderem bei destatis.de der Seite des Statistischen Bundesamts. Auf Basis dieser Zahlen können Sie sich nun ein Ziel stecken. Gut ist, eine Untergrenze festzulegen. Bis wohin geht Ihr Verhandlungsspielraum. Bleiben Sie dann auch konsequent dabei.
Für das Gespräch selbst ist es wichtig, dass Sie a) immer sachlich bleiben und b) Ihre Argumentationskette nicht mit persönlichen Dingen wie: alles wird teuer, die Kinder benötigen so viel oder Ähnlichem aufbauen.
Halten Sie Augenkontakt, üben Sie sich in der Technik des Spiegelns und sollten Sie trotzdem nicht ans Ziel kommen, dann erklären Sie ruhig, dass Sie sich in einem halben Jahr wieder melden.gehältervergleich,

Was tun gegen Stalker?

Thursday, October 14th, 2010

Von Verfolgung über Belästigung bis hin zur Bedrohung oder körperlicher Gewalt – die Handlungs-Palette der Stalker ist breit. Ursprünglich kommt “Stalking” vom englischen Verb “to stalk” – ein Begriff aus der Jägersprache, der “anpirschen/ sich anschleichen” bedeutet.
Es ist ca. 20 Jahre her – da etablierte der Begriff “Stalking” in den USA. Damals wurden die Schauspielerin Rebecca Schaeffer und zwei weitere Frauen von “ihrem” Stalker ermordet.

“Stalking” heißt in der Fachsprache: “das willentliche und wiederholte (beharrliche) Verfolgen oder Belästigen einer Person verstanden, deren physische oder psychische Unversehrtheit dadurch unmittelbar, mittelbar oder langfristig bedroht und geschädigt werden kann.” (Quelle: Wikipedia)
Stalker sind also Personen, die einen anderen Menschen verfolgen, belästigen und terrorisieren. Dabei kann es sich um einen gänzlich fremden Menschen, eine ihm oberflächlich bekannte Person oder einen ehemaligen Lebensgefährten handeln.

In Deutschland ist Stalking seit drei Jahren strafbar.Allein in München werden jährlich etwa 400 Stalking-Fälle polizeilich bekannt. Leider ist es dadurch, dass Vorratsdaten nicht mehr gespeichert werden dürfen, oft schwierig, den Tatbestand des Stalkings zu beweisen und so kommen nach wie vor viele Stalker ungestraft davon, während die Opfer oft jahrelang unter den psychischen Folgen leiden.
Nach Auswertung bisheriger Erkenntnisse, sind es vor allem zurückgewiesene Liebhaber oder Expartner, die zum Stalker werden. Männer weitaus häufuger als Frauen – der Anteil der männlichen Stalker liegt bei 80 Prozent.
Sind Sie ein Opfer von Stalking, dann haben Sie die Möglichkeit, bei Gericht eine sogenannte Schutzanordnungen gegen den Stalker zu erwirken. Das bedeutet, dass er sich Ihnen oder Ihrer Wohnung nicht nähern darf.
Ganz wichtig ist es, ein Stalking-Tagebuch zu führen – also wirklich ganz genau alles aufzuschreiben – vor allem Telefonanrufe!
Und vor allem: trauen Sie Ihrer Wahrnehmung und Ihren Emotionen. Spielen Sie nichts herunter aus Scham oder Angst, Sie könnten selbst dafür gesorgt haben, dass Sie belästigt werden!

Muss ich mit ihm über alles reden?

Wednesday, October 13th, 2010

Nein – blos nicht.
Die Annahme, dass in einer Partnerschaft jede Gemütsregung und jedes Erlebnis auf den Tisch kommen und besprochen werden muss, ist schlichtweg falsch und kann sogar mächtig nach hinten los gehen.  Intimität braucht  keine schonungslose Offenheit.
Natürlich möchten wir gern alles teilen, was uns bewegt. Vor allem mit dem Menschen, den wir lieben. Doch da tappen wir mitunter in eine Falle, denn wer alles erzählt, macht sich vorhersehbar. Das nimmt einer Beziehung die Spannung, da bleibt kein Geheimnis mehr, kein Prickeln – mit gnadenloser Offenheit produziert man im schlimmsten Fall gähnende Beziehungslangeweile oder Frust.

Das passiert zum Beispiel häufig, wenn wir zuviel über unsere Ex-Beziehungen ausplaudern. Natürlich sind wir alle keine unbeschriebenen Blätter, aber dem neuen Freund aufs Brot zu schmieren, dass der Alte eine Granate im Bett war, ist wohl weniger charmant. Halten Sie sich also zurück mit blumigen Schilderungen aus Ihrer Vergangenheit.

Geheimnisse sind also nicht per se schlecht. Im Gegenteil. Mit kleinen Geheimnissen bewahren wir ein Stück Unabhängigkeit und Selbstständigkeit.
Letztendlich müssen Sie immer abwägen. Betrifft mein Geheimnis das Leben des anderen? Greift es massiv in dessen Lebensplanung oder Lebensführung ein? Dann sollte es besser nicht länger ein Geheimnis bleiben, denn der andere muss das Recht haben, darauf reagieren zu können.

Für alle anderen Geheimnisse gilt: Sie machen uns einfach interessant. Sie können hilfreich sein, die Liebe frisch zu halten. Sie sorgen für ein erotisches Knistern und auch im Job ist es nicht notwendig, wie ein offenes Buch herum zu laufen. Machen Sie sich interessant, in dem Sie nicht alles erzählen.

Wie geht es weiter?

Tuesday, October 5th, 2010

Jeder von uns kennt das. Wir stehen an einem Punkt im Leben und haben plötzlich keine Ahnung, wie es weiter gehen soll. Im günstigsten Fall wissen wir, was wir nicht wollen – aber auch das muss nicht sein.

Nun ist guter Rat teuer. Jedenfalls in einzelnen Fällen. Zum Beispiel, wenn du ein Horoskop erstellen lässt, um Auswege aus deinem Dilemma zu finden. Oder wenn du eine Horoskop – Hotline oder eine Tarot – Hotline anrufst. Du kannst dir natürlich auch einen Coach suchen, der mit dir die nächsten Schritte plant und dir den Wald zeigt, den du vor lauter Bäumen nicht siehst.

Ja – oft ist es sehr hilfreich, jemanden zu haben, der ganz unvoreingenommen und ohne tiefere Details zu kennen, die Situation aus einer Fremdperspektive analysiert. Der ganz sachlich und frei von Emotionen, die uns selbst oft den Blick versperren, Wege erkennt und aufzeigt.

Wenn du gerade in so einer “ausweglosen” Situation feststeckst, keinen Job findest, dein Partner dich verlassen hat, du schon ewig einen Partner suchst, du Probleme mit deinen Kindern hast oder du einfach zurück auf deinen eigenen Weg finden willst, dann lass dir helfen! Wir können oft nicht selbst agieren, weil wir viel zu sehr um das Problem herumkreisen. Oft ist es auch so, dass die Lösung auf einer anderen Ebene als das Problem selbst liegt.

Krankheiten zum Beispiel haben ihre tieferen Ursachen meist auf der psychologischen Ebene. Das zu erkennen, gelingt uns selbst nicht, da unsere Bewusstseinsfilter diese Informationen nicht durchlassen.

Hier bei unserer spirituellen Lebensberatung findest du die Hilfe, die du brauchst. Kompetente Beratung von einem Profi. Als ausgebildeter Coach und Lebensberater begleite ich dich gern auf deinem Weg zu mehr Glück, Zufriedenheit und finde mit dir gemeinsam Wege aus den Tälern des Lebens. Vertrau mir. Ich freue mich auf deinen Anruf.

Auszeit im Kloster

Monday, October 4th, 2010

Wer wünscht sich das nicht – einfach mal aussteigen. Alles hinter sich lassen. Arbeit, Familie, all die alltäglichen Verpflichtungen. Zeit und Ruhe, um zu sich selbst zu finden und in der Abgeschiedenheit und Stille dem Leben vielleicht auch wieder eine neue Richtung geben. “I bin reif für die Insel…” sang schon Peter Cornelius und spricht damit wohl so manchem Stressgeplagten aus der Seele.

Manchmal hat man den Eindruck, dass die tagtäglichen Anforderungen einem über den Kopf wachsen. Jeder will etwas von uns, wir erwarten selbst viel vom Leben und irgendwie rauscht die Zeit wie im Fluge vorbei. Gleichzeitig wächst die Sehnsucht danach, mal anzuhalten, rauszusteigen aus dem Hamsterrad und den Alltag hinter uns zu lassen. Eine Auszeit in einem Kloster scheint genau das Richtige zu sein.

Abkehr vom Stress. Keine E-Mails, kein Handy, keiner, der irgendetwas will.

Außer man selbst. Denn eins ist klar.
Eine Kloster-Auszeit ist mit Sicherheit kein Wellness-Urlaub.
Denn die Stille im Außen, gibt der Stimme im Inneren mehr Raum. Und wenn wir uns ersteinmal erlauben, die eigene innere Stimme zu hören, kann sie so manche unbequeme oder auch schmerzende Wahrheit ans Tageslicht befördern. Vieles, das wir im normalen Alltag verdrängen können – sei es der schlecht bezahlte Job, die unbefriedigte Beziehung, Partnerprobleme, Wünsche oder Sehnsüchte – drängt dann plötzlich nach oben und will gehört werden oder fordert direkt Konsequenzen.

Das ist nicht immer leicht auszuhalten. Doch damit sind die Mönche und Nonnen vertraut. Und auch der streng geregelte Tagesablauf in einem Kloster hilft bei der Bewältigung der inneren Arbeit.

Ungefähr 300 Klöster bieten in Deutschland entsprechende Angebote für Kurzzeit – Aussteiger an.

Entscheiden

Monday, September 20th, 2010

Soll ich oder soll ich nicht? Wie entscheide ich mich richtig?
Kaum etwas fällt uns so schwer, wie eine Entscheidung zu treffen.

Soll ich dies oder das kaufen? Soll ich mich trennen oder doch lieber bleiben? Soll ich meinen Beruf wechseln oder die nächsten Jahre in der Firma bleiben?

Unser ganzes Leben und damit jeder einzelne Tag ist von vielen Entscheidungen geprägt. Oft finden wir unbewusst eine Antwort ohne das wir großartig darüber nachdenken. Schon morgens aufzustehen, ist die Entscheidung, nicht im Bett zu bleiben.

Wir kommen schlichtweg nicht drumherum, Entscheidungen zu treffen. Was aber, wenn ich hadere und mich nicht so richtig entscheiden kann?
Wer oder was bringt mir Entscheidungshilfen und erleichtert mir damit den Entscheidungsprozess?

Letztendlich müssen wir jede Entscheidung selbst treffen, aber es gibt ein paar Tipps, wie man schneller zu einem Ergebnis kommt.

Fragen Sie sich, welche Konsequenzen ihre Entscheidung hat. Geht es hier um Leben oder Tod? Können Sie anderen oder sich selbst schaden? Wenn nicht, dann nehmen Sie die Luft raus – denn eine Fehlentscheidung bedeutet nicht das Ende der Welt. Schon allein diese Einstellung befreit und macht den Weg zur Lösung frei.

Erstellen Sie ein Plus/Minus Liste für alle Alternativen. Möglichst schriftlich!

Besprechen Sie das Thema mit Freunden. Aber lassen Sie sich nicht von zu vielen Meinungen verwirren.

Setzen Sie sich eine deadline, bis wann die Entscheidung getroffen sein soll. Und vor allem: beenden Sie, nachdem Sie sich entschieden haben das Gedankenkarusell. Sagen Sie sich innerlich: “Stopp – das ist entschieden!”

Hadern Sie nicht mit einer Entscheidung, die sich im nachhinein vielleicht als nicht so passend herausstellt. Manchmal braucht es eine längere Zeitstrecke, um die wirklichen Auswirkungen zu erkennen und schon oft hat sich eine Entscheidung, die als “falsch” bezeichnet wurde, nach längerer Zeit als goldrichtig herausgestellt.

Ekelliste im Netz

Thursday, September 16th, 2010

Ekellisten im Netz sind auf dem Vormarsch.
Nachdem der Berliner Bezirk Pankow seit eineinhalb Jahren die Ekel-Restaurants ins Internet stellt, interessieren sich nun auch andere Bundesländer für diese Art der Klassifizierung.In Niedersachsen und in Hamburg steht das Thema bereits auf der Tagesordnung und schon jetzt wird der Ruf nach einheitlichen Bewertungskriterien laut.

Als die Pankower Liste im März veröffentlicht wurde, gab es nicht nur Zustimmung. Trotzdem – 19 Betriebe stehen derzeit auf der Liste und sind angehalten, dafür zu sorgen, dass sich etwas ändert. Denn mal ehrlich. Wer mag schon essen, wenn dreckige Kühlschränke, verschimmelte Lebensmittel und gar Mäusekacke die Küche verzieren. Der Smiley verrät jedenfalls, wo man ohne Bedenken essen kann und wo auf jeden Fall Vorsicht geboten ist.
Bis zum 1.1.2011 will die Berliner Senatsgesundheitsverwaltung die Ekelliste für Gesamtberlin einführen.
Allerdings müssten vorher noch rechtliche Fragen geklärt werden. Denn das geltende Gaststättengesetz muss auf jeden Fall berücksichtigt werden. Ende diesen Monats wird es sicher eine Entscheidung geben, bis dahin wollen sich der Senat und die Bezirke einigen.

Was allerdings auch in Berlin fragwürdig ist – woher kommt das Personal für die Durchführung und Kontrollen und vor allem – wer soll es bezahlen. Das Land Berlin ist pleite und hat schon Schwierigkeiten, das Rauchverbot einigermaßen durchzusetzen. Und nun auch noch den Smiley?
Na hoffen wir das Beste, denn für den Verbraucher wäre es ein gewaltiger Schritt nach vorn, wenn er bereits vor Betreten des Restaurants wüsste, auf was er sich da einlässt.
Generell ist das Thema Ländersache – eine einheitliche Regelung für ganz Deutschland wird es deshalb vermutlich – ähnlich wie schon beim Rauchverbot – nicht geben.

Mehr Zeit für Familie

Tuesday, August 31st, 2010

Betrachtet man die Ergebnisse jüngster Studien, zeigt sich ein deutlicher Trend ab. Privatleben und Familie nehmen einen höheren Stellenwert vor Karriere ein.
Heutzutage sind offensichtlich immer weniger Menschen sind bereit, ihr Familienleben gegen Arbeitsstunden zu tauschen.
Vor allem bei Vätern wächst der Wunsch, mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Auf der anderen Seite allerdings möchten Frauen wieder mehr als nur in Teilzeit arbeiten. So jedenfalls stellt sich das Ergebnis des Monitors Familienleben 2010 dar, das vom Umfrageinstitut Allensbach für das Familienministerium erstellt wurde.
So sind Themen wie Familie und Beruf den Deutschen im Moment wichtiger als eine Steuersenkung oder die Gesundheitsreform.
Familienministerin Kristina Schröder formulierte es bei der Vorstellung der Umfrageergebnisse in Berlin so: “Zeit ist die Leitwährung einer modernen Familienpolitik”.

In der Umfrage gaben 78 Prozent der Befragten an, dass ihnen der Bereich Familie sehr wichtig ist. Und damit liegen Arbeit mit 41 Prozent und Freundeskreis mit 45 Prozent deutlich dahinter.

Leider hat die Politik noch immer nicht auf das wachsende Bedürfnis der Menschen reagiert. Für Frauen ist es nach wie vor ein Drahtseilakt, Beruf und Familie unter einen Hut zu kriegen. Das gaben immerhin 63 Prozent aller Befragten, bei Müttern von kleinen Kindern oder Jugendlichen sogar 72 Prozent an.
Sie wünschen sich für Schulen und Kindergärten flexiblere Betreuungszeiten. Ganztagsbetreuung in Kitas und Schulen stehen ebenfalls hoch oben auf der Wunschliste.

Schröder verurteilte bei der Vorstellung der Studie die bisher in Unternehmen herrschende “familienfeindliche Präsenzkultur”. Ihr Anliegen: Arbeit soll künftig nach ihrer Qualität bewertet werden und nicht nach der Zahl der geleisteten Stunden.

Passend dazu startet im Herbst – initiiert vom Familienministerium und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag die Initiative “Flexible Arbeitszeiten”. Ziel sind insgesamt mehr Teilzeitstellen, die nur wenige Stunden unter Vollzeit sind. Damit wäre ein Schritt in die richtige Richtung getan, denn laut Umfrage zufolge wollen 60 Prozent der Männer gern ihre Arbeitszeit für die Familie reduzieren.

Zwanghaftes Essverhalten

Monday, August 30th, 2010

Man mag es kaum glauben, aber Essstörungen gehören mittlerweile zu den häufigsten psychosomatischen Erkrankungen.
Essen oder Nicht-Essen wird mehr und mehr zum Ersatz – Essstörungen ein Ausdruck schwerer seelischer Konflikte, die sich auf der Ebene Nahrungsaufnahme ihre Bühne suchen.

Betroffen sind längst nicht nur Frauen. Auch immer mehr Männer hungern sich die Pfunde in einem ungesunden Maß ab, um dem gängigen Schönheitsideal unserer Zeit zu entsprechen. Oft endet der Versuch jedoch im Jo-Jo – oder im Schlimmsten Fall in einer Störung der Körperwahrnehmung. Man erkennt die körpereigenen Signale nicht mehr, jedes Gramm ist zuviel, selbst wenn die Waage schon anzeigt, dass das Verhältnis von Gewicht und Größe nicht mehr stimmt.

Menschen mit Essstörungen sind dringend auf therapeutische Hilfe angewiesen, denn allein schaffen sie meist den Ausstieg aus dem Teufelskreis nicht.

Teste, ob du betroffen bist und eventuell Hilfe brauchst:

Frage dich, ob du:

  • viel an Essen oder Nichtessen denkst.
  • dein Essen sehr genau planst.
  • nervös wirst, wenn spontane Änderungen deinen Plan durcheinanderbringen.
  • ein schlechtes Gewissen hast, wenn du isst.
  • dich mit Essen beruhigst.
  • gern für andere kochst, aber selbst nichts isst.
  • nicht mehr erkennst, ob du hungrig oder satt bist.
  • dich ständig zu dick fühlst.
  • dich ständig wiegst.
  • meinst, dein Leben wäre besser, wenn du nur dünner wärst.
  • dich nicht gern anschaust, anfasst.

Wenn du mehrere Fragen mit einem eindeutigen Ja beantwortest, kann das schon ein Hinweis darauf sein, dass dein Essverhalten mal unter die Lupe genommen werden sollte.
Lass dich beraten. Es gibt mittlerweile genug Anlaufstellen, wo du dir Hilfe holen kannst.

Dein Körper wird dir dankbar sein.

Statt warten – starten!

Friday, August 13th, 2010

Wie oft haben Sie schon ein wenig traurig bemerkt, dass die Zeit so manchen Traum verschlingt. Vieles scheint plötzlich nicht mehr möglich. Die Weltreise kann nicht mehr starten, weil das nötige Geld fehlt, der Traumjob ist in die Ferne gerückt, weil man eine Altersgrenze überschritten hat.
Die Schriftstellerin Friederike Frey hat den wunderschönen und treffenden Satz gesagt: “Ich kann meine Träume nicht fristlos entlassen, ich schulde ihnen noch mein Leben!”
Und damit hat sie recht, denn jeder aufgegebene Traum ist ein Stück von uns selbst.
Sicher, sind nicht alle Wunschvorstellungen aus Kindheitstagen realistisch.

Trotzdem lohnt sich ab und an der Blick auf das, was wir uns wünschen oder mal gewünscht haben, so unrealistisch es auch im Augenblick erscheinen mag.

Unser Leben ist grundsätzlich auf Wachstum und Entfaltung ausgerichtet. Leider ignorieren wir diese Tatsache und kuscheln uns viel zu oft in unserer Komfortzone ein.
“Nur nicht über den Tellerrand schauen, das könnte ja gefährlich sein!”, warnt uns unser inneres Sicherheitssystem. Leider stammt das aus alten Tagen, als der Säbelzahntiger noch vor der Höhle lauerte und wir wirklich mit jedem Schritt um unser Leben fürchten mussten. Das ist Gott sei Dank nicht die moderne Realität und so stehen eigentlich alle Ampeln auf Grün – nur gehen müssen wir eben selber.

Ein erster Schritt wäre, mal alles aufzuschreiben, was da so im Hinterkopf ein unbeachtetes Nischendasein fristet. Ruhig auch mit dem berühmten “Du solltest …” davor.
Steht dann alles schwarz auf weiß vor Ihnen, überprüfen Sie, welche Vorschläge, Wünsche und Träume von Ihnen kommen und welche Ihnen von anderer Seite unterbreitet wurden. Das können auch gesellschaftliche Ansprüche sein, wie zum Beispiel: “Du solltest deine Sprachkenntnisse erweitern, weil man das braucht:”

Hinterfragen Sie ganz genau, ob man das will oder Sie! Am Ende dieser kleinen Übung werden Sie feststellen, dass es gar nicht so viele Wünsche oder Träume sind und dass Sie vielleicht sogar Lust verspüren, mit dem ein oder anderen loszulegen.