01. September 2010
Was heißt es eigentlich, “schlechten” Sex zu haben?
Gibt es eine allgemeine Richtlinie, an der sich bemessen lässt, ob ein Schäferstündchen gelungen ist, oder nicht?
Wahrscheinlich nicht, denn letztendlich ist Sex wie so vieles im Leben eine ganz individuelle Angelegenheit.
Was es jedoch mit Sicherheit gibt, sind psychologische Hemmschwellen oder Blockaden, die unser Sexualleben einschränken und dafür sorgen, dass der natürliche Fluss sexueller Energie unterbrochen wird.
Eine Ursache dafür kann eine strenge Erziehung, bei der körperliche Zuwendung zu kurz kam, sein.
Wenn Kinder ohne Körperlichkeit, Nähe und zärtliche, liebevolle Berührungen aufwachsen, gelingt es ihnen als Erwachsene häufig nicht, ein natürliches Verhältnis zu ihrem eigenen Körper zu entwickeln. Sie können Regungen und Bedürfnisse nicht erkennen und trauen sich nicht, eigene Wünsche zu kommunizieren, weil das in der Kindheit verpöhnt oder sogar bestraft wurde.
Das wird nicht nur im normalen Alltag häufig zu einem Stolperstein, sondern auch im Bereich der Sexualität. Wie soll der Partner wissen, was er tun und lassen soll, wenn man es selbst nicht einmal weiß?
Ein weiteres Hindernis für eine erfüllte Sexualität kann generell das Verhältnis zum eigenen Körper sein. Wenn ich mich so wie ich bin nicht mag, dann gehe ich auch nicht davon aus, dass andere mich mögen. Dann kann allein der Gedanke daran, dass der Mann im Bett auf meine Hüftpölsterchen schielt, die Lust zum Erlöschen bringen. Häufig passiert Frauen das nach einer Operation oder nach der Schwangerschaft. Plötzlich fühlen sie sich nicht mehr attraktiv, mehr als Mutter statt als Frau oder überhaupt nicht mehr fraulich.
In allen Fällen wäre es ratsam, sich Hilfe zu suchen. Bei einer Freundin, der Frauenärztin oder einen Sexualtherapeuten ins Vertrauen zu ziehen, statt dem Frust nachzugeben und aus Angst oder Scham ganz auf Sex zu verzichten. Sexualität ist eine ungemein große Energie- und Gesundheitsquelle, die auf gar keinen Fall eintrocknen sollte!
Tags: guter Sex, schlechter Sex, Sexualtherapie, wie finde ich einen guten Sexualtherapeuten
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31. August 2010
Betrachtet man die Ergebnisse jüngster Studien, zeigt sich ein deutlicher Trend ab. Privatleben und Familie nehmen einen höheren Stellenwert vor Karriere ein.
Heutzutage sind offensichtlich immer weniger Menschen sind bereit, ihr Familienleben gegen Arbeitsstunden zu tauschen.
Vor allem bei Vätern wächst der Wunsch, mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Auf der anderen Seite allerdings möchten Frauen wieder mehr als nur in Teilzeit arbeiten. So jedenfalls stellt sich das Ergebnis des Monitors Familienleben 2010 dar, das vom Umfrageinstitut Allensbach für das Familienministerium erstellt wurde.
So sind Themen wie Familie und Beruf den Deutschen im Moment wichtiger als eine Steuersenkung oder die Gesundheitsreform.
Familienministerin Kristina Schröder formulierte es bei der Vorstellung der Umfrageergebnisse in Berlin so: “Zeit ist die Leitwährung einer modernen Familienpolitik”.
In der Umfrage gaben 78 Prozent der Befragten an, dass ihnen der Bereich Familie sehr wichtig ist. Und damit liegen Arbeit mit 41 Prozent und Freundeskreis mit 45 Prozent deutlich dahinter.
Leider hat die Politik noch immer nicht auf das wachsende Bedürfnis der Menschen reagiert. Für Frauen ist es nach wie vor ein Drahtseilakt, Beruf und Familie unter einen Hut zu kriegen. Das gaben immerhin 63 Prozent aller Befragten, bei Müttern von kleinen Kindern oder Jugendlichen sogar 72 Prozent an.
Sie wünschen sich für Schulen und Kindergärten flexiblere Betreuungszeiten. Ganztagsbetreuung in Kitas und Schulen stehen ebenfalls hoch oben auf der Wunschliste.
Schröder verurteilte bei der Vorstellung der Studie die bisher in Unternehmen herrschende “familienfeindliche Präsenzkultur”. Ihr Anliegen: Arbeit soll künftig nach ihrer Qualität bewertet werden und nicht nach der Zahl der geleisteten Stunden.
Passend dazu startet im Herbst – initiiert vom Familienministerium und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag die Initiative “Flexible Arbeitszeiten”. Ziel sind insgesamt mehr Teilzeitstellen, die nur wenige Stunden unter Vollzeit sind. Damit wäre ein Schritt in die richtige Richtung getan, denn laut Umfrage zufolge wollen 60 Prozent der Männer gern ihre Arbeitszeit für die Familie reduzieren.
Tags: flexible Betreuungszeiten, Frauen in Teilzeit, mehr zeit für Familie, Monitor Familienleben 2010, Privatleben und Familie, Teilzeit, Wieder in den Beruf
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30. August 2010
Man mag es kaum glauben, aber Essstörungen gehören mittlerweile zu den häufigsten psychosomatischen Erkrankungen.
Essen oder Nicht-Essen wird mehr und mehr zum Ersatz – Essstörungen ein Ausdruck schwerer seelischer Konflikte, die sich auf der Ebene Nahrungsaufnahme ihre Bühne suchen.
Betroffen sind längst nicht nur Frauen. Auch immer mehr Männer hungern sich die Pfunde in einem ungesunden Maß ab, um dem gängigen Schönheitsideal unserer Zeit zu entsprechen. Oft endet der Versuch jedoch im Jo-Jo – oder im Schlimmsten Fall in einer Störung der Körperwahrnehmung. Man erkennt die körpereigenen Signale nicht mehr, jedes Gramm ist zuviel, selbst wenn die Waage schon anzeigt, dass das Verhältnis von Gewicht und Größe nicht mehr stimmt.
Menschen mit Essstörungen sind dringend auf therapeutische Hilfe angewiesen, denn allein schaffen sie meist den Ausstieg aus dem Teufelskreis nicht.
Teste, ob du betroffen bist und eventuell Hilfe brauchst:
Frage dich, ob du:
- viel an Essen oder Nichtessen denkst.
- dein Essen sehr genau planst.
- nervös wirst, wenn spontane Änderungen deinen Plan durcheinanderbringen.
- ein schlechtes Gewissen hast, wenn du isst.
- dich mit Essen beruhigst.
- gern für andere kochst, aber selbst nichts isst.
- nicht mehr erkennst, ob du hungrig oder satt bist.
- dich ständig zu dick fühlst.
- dich ständig wiegst.
- meinst, dein Leben wäre besser, wenn du nur dünner wärst.
- dich nicht gern anschaust, anfasst.
Wenn du mehrere Fragen mit einem eindeutigen Ja beantwortest, kann das schon ein Hinweis darauf sein, dass dein Essverhalten mal unter die Lupe genommen werden sollte.
Lass dich beraten. Es gibt mittlerweile genug Anlaufstellen, wo du dir Hilfe holen kannst.
Dein Körper wird dir dankbar sein.
Tags: ab wann spricht man von Essstörung?, Abnehmen, Bulimie, Ess-Brech-sucht, Essstörungen, esssucht, Magersucht, Woran erkenne ich eine Essstörung, zwanghaftes Abnehmen
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20. August 2010
Haben Sie einen Job, den Sie nicht lieben? Denken Sie am Sonntag schon mit Schrecken daran, dass es morgen wieder losgeht? Oder sind Sie regelmäßig krank, ausgelaugt und ausgepowert?
Dann ist es vielleicht an der Zeit, den alten Job an den Nagel zu hängen und über einen Jobwechsel oder einen kompletten Neustart nachzudenken.
Viele von uns halten über Jahre an einer Arbeit fest, die ihnen weder gefällt, noch liegt, geschweigedenn die sie zu Höchstleistungen motiviert. Die Gründe sind vielfältig. An erster Stelle steht natürlich das Sicherheitsbedürfnis. Nach dem Motto: Lieber den Spatz in der Hand, statt die Taube auf dem Dach.” klammern wir uns an eine Arbeit, die uns buchstäblich krank macht.
Aber manchmal ist es gar nicht das, sondern eher eine gewisse Rat- und Ideenlosigkeit, die den Sprung in etwas Neues verbaut. Gerade, wenn man über Jahrzehnte in einer Branche festgefahren ist, fällt es schwer, den Kurs zu wechseln und einen neuen Hafen anzusteuern.
Was soll ich denn überhaupt machen? steht dann als Frage im Raum. Das Gefühl für die eigenen Fähigkeiten, das Wissen um die Kompetenz und die Intuition für den Weg gehen besonders schnell verloren, wenn man über Jahre “auf einem Feld gräbt”.
Oft hilft nur eine kompetente Beratung aus diesem Dilemma heraus. Da bietet sich zum Beispiel ein Berufscoaching an. Dort kann man gemeinsam mit dem Coach klären, wo denn die Interessen sind, was motiviert, wo Fähigkeiten im Verborgenen schlummern und welche Träume man vielleicht schon beerdigt hat, die gerade in der Situation ein hilfreicher Wegweiser sein können.
Einen Neustart ist immer ein Wagnis. Aber stets eins, das belohnt wird. Mit mehr Freude, Lebendigkeit und Gesundheit. Darauf sollten Sie nicht verzichten.
Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns an! Wir beraten und unterstützen Sie gern.
Tags: Berufscoaching, Berufscoaching-Berlin, Berufswechsel, Coaching, Hilfe bei Jobwechsel, Jobwechsel, Neustart im Job, raus aus dem alten Job
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16. August 2010
Was bringt uns dazu, in fremde Betten zu hüpfen und mit einem Seitensprung die eigene Beziehung auf’s Spiel zu setzen?
Nahm man früher an, dass evolutionäre Hintergründe eine Rolle spielen, kommt man heute immer öfter zu dem Schluss, dass kulturelle und soziale Mechanismen unser Fremdgehverhalten beeinflussen.
Das bestätigt auch eine aktuelle Studie, die auf der Jahrestagung der American Sociological Association in Atlanta (US-Bundesstaat Georgia) vorgestellt wurde.
Sie basiert auf einer Umfrage unter 1024 Männern und 1559 Frauen in den USA und zeigt deutlich, dass Männer öfter fremdgehen, wenn sie von ihrer Frau finanziell abhängig sind. Auch bei der Treue der Frauen spielen die Finanzen eine Rolle – allerdings anders als bei den Männern.
Geleitet wurde die Studie von Christin Munsch (Cornell University).
Ihr Fazit: Männer ohne eigenes Einkommen gehen fünfmal häufiger fremd, als Männer, die gleich viel verdienen wie ihre Frau. Die treuesten Partner seien die Männer, deren Frauen ca. 75 Prozent ihres Einkommens verdienen.
Woran das liegt? Wunsch dazu: “Die Ursache dafür könnte sein, dass Männer in einer solchen Situation unglücklicher sind. Aus diesem Grund betrügen sie – nicht, weil sie weniger Geld verdienen.”
Spannend ist, dass sich das ganze dann wieder dreht, wenn die Männer deutlich mehr als ihre Frauen verdienen. Dann wiederum ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Mann untreu wird, wieder höher. Eine Erklärung wäre, dass diese Männer häufig Berufe ausüben, bei denen sie oft auf Geschäftsreisen sind oder lange Arbeitszeiten haben. Es gibt also schlichtweg mehr Gelegenheiten.
Und die Frauen?
Die gehen laut Studie seltener fremd, wenn sie finanziell abhängig sind. Ein Grund dafür könnte sein, dass sie weniger Gelegenheiten haben, weil sie sich um Kinder und Haushalt kümmern. Oder sie entscheiden sich aktiv dagegen, um die Beziehung und damit ihre Existenz nicht zu gefährden.
Natürlich spielen auch Faktoren wie Alter, Bildungsgrad und Zufriedenheit in der Beziehung eine große Rolle. So heißt es zum Beispiel in der Studie: Je gebildeter die Partner sind, desto weniger gehen sie fremd.
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13. August 2010
Wie oft haben Sie schon ein wenig traurig bemerkt, dass die Zeit so manchen Traum verschlingt. Vieles scheint plötzlich nicht mehr möglich. Die Weltreise kann nicht mehr starten, weil das nötige Geld fehlt, der Traumjob ist in die Ferne gerückt, weil man eine Altersgrenze überschritten hat.
Die Schriftstellerin Friederike Frey hat den wunderschönen und treffenden Satz gesagt: “Ich kann meine Träume nicht fristlos entlassen, ich schulde ihnen noch mein Leben!”
Und damit hat sie recht, denn jeder aufgegebene Traum ist ein Stück von uns selbst.
Sicher, sind nicht alle Wunschvorstellungen aus Kindheitstagen realistisch.
Trotzdem lohnt sich ab und an der Blick auf das, was wir uns wünschen oder mal gewünscht haben, so unrealistisch es auch im Augenblick erscheinen mag.
Unser Leben ist grundsätzlich auf Wachstum und Entfaltung ausgerichtet. Leider ignorieren wir diese Tatsache und kuscheln uns viel zu oft in unserer Komfortzone ein.
“Nur nicht über den Tellerrand schauen, das könnte ja gefährlich sein!”, warnt uns unser inneres Sicherheitssystem. Leider stammt das aus alten Tagen, als der Säbelzahntiger noch vor der Höhle lauerte und wir wirklich mit jedem Schritt um unser Leben fürchten mussten. Das ist Gott sei Dank nicht die moderne Realität und so stehen eigentlich alle Ampeln auf Grün – nur gehen müssen wir eben selber.
Ein erster Schritt wäre, mal alles aufzuschreiben, was da so im Hinterkopf ein unbeachtetes Nischendasein fristet. Ruhig auch mit dem berühmten “Du solltest …” davor.
Steht dann alles schwarz auf weiß vor Ihnen, überprüfen Sie, welche Vorschläge, Wünsche und Träume von Ihnen kommen und welche Ihnen von anderer Seite unterbreitet wurden. Das können auch gesellschaftliche Ansprüche sein, wie zum Beispiel: “Du solltest deine Sprachkenntnisse erweitern, weil man das braucht:”
Hinterfragen Sie ganz genau, ob man das will oder Sie! Am Ende dieser kleinen Übung werden Sie feststellen, dass es gar nicht so viele Wünsche oder Träume sind und dass Sie vielleicht sogar Lust verspüren, mit dem ein oder anderen loszulegen.
Tags: Friederike Frey, Kindheitsträume, Träume, Träume verwirklichen, Traumjob, wie finde ich den Traumjob?
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12. August 2010
Haben Sie schon einmal versucht, sich vor den Spiegel zu setzen, sich in die Augen zu schauen und zu sagen: “Du bist ein wundervoller Mensch und ich liebe dich genau so, wie du bist!”?
Nein? Dann sollten Sie es ab und an in Ihren Alltag einbauen. Vor allem dann, wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Selbstbewusstsein könnte eine Stärkung gut gebrauchen.
Beobachten Sie sich einmal selbst, wie oft am Tag Sie an sich herumkriteln und mäkeln.
“Man bist du blöd” oder “Na das hast du ja wieder großartig hinbekommen!” sind noch die harmlosen Sätze, mit denen wir oft genug die Missachtung gegenüber unserem eigenen Handeln ausdrücken. Dabei möchten wir eigentlich selbstbewusster sein. Wir schielen zu anderen und bewundern ihr forsches und offenes Auftreten.
Sein Selbstbewusstsein zu stärken, ist weniger eine Hau-Ruck-Aktion, als vielmehr ein Prozess. Sie kommen in seinem Verlauf nicht daran vorbei, sich die Frage zu stellen: ” In welcher Beziehung stehe ich eigentlich zu mir?” Und “Wie sehr bin ich mir meiner Selbst bewusst?”. Kennen Sie sich überhaupt? Wissen Sie genau, was Sie mögen, wollen, wünschen?
Die Arbeit an der Einstellung zu sich selbst, setzt eine tiefe Bereitschaft voraus, sich zu hinterfragen. Nicht kritisch im Sinne von: “Was habe ich denn da wieder gemacht?”, sondern ganz primär.
Fangen Sie mit folgenden Fragestellungen an:
Warum fühle ich mich nicht selbstbewusst?
Wer oder was hindert mich scheinbar daran?
Sind die Sätze, die ich mir sage meine eigenen, oder hat man so früher mit mir gesprochen?
Wie gingen andere in meiner Kindheit mit mir und meinem SO-SEIN um?
Schreiben Sie die Antworten am besten auf. Das ist ein erster Pfad. Es kann sein, dass Emotionen auftauchen. Schmerzhafte Erinnerungen. Lassen Sie sich halten, wenn das passiert und seien Sie gut zu sich. Wenn Sie Hilfe benötigen, rufen Sie mich an – ich unterstütze Sie gern auf dem Weg zu mehr Selbstbewusstsein.
Tags: größeres Selbstbewusstsein, selbstbewusster auftreten, Selbstbewusstsein, Selbstbewusstsein stärken, wie bekomme ich mehr Selbstbewusstsein?
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11. August 2010
Steckt man in einer Beziehungskrise, stellt sich natürlich die Frage, ob denn die Beziehung überhaupt noch zu retten ist, oder ob man selbst oder der andere vielleicht schon so weit weg ist, dass es wenig Sinn macht, noch etwas zu kitten. Es gibt ein paar wichtige Zeichen, die Sie als Gradmesser einsetzen können.
Da wäre zunächst der Satz: Wir sollten uns eine Auszeit nehmen!
Er gehört zu den Beziehungsaus-Klassikern. Es geht emotionalen Abstand. Der, der ihn ausgesprochen hat, braucht Zeit und Abstand, um die Situation klarer zu sehen. Meist läuft allerdings solch eine zeitlich begrenzte Trennung auf ein richtiges Ende hinaus.
Der nächste kritische Punkt sind Vergleiche. Sie sind meist ein schlechtes Zeichen. Sie untergraben Ihre Individualität und geben Ihnen das Gefühl, schlechter als andere zu sein. Statt darauf gekränkt zu reagieren oder sich zu rechtfertigen, sollten Sie Ihren Partner lieber bitten, was er sich denn für die Beziehung oder von Ihnen wünscht. Fängt er dann an rumzueiern, können Sie sicher sein, dass er sich innerlich schon entfernt hat.
Was gar nicht geht und mit Sicherheit anzeigt, dass Dreck unter dem Teppich liegt: Beleidigungen.
Sie signalisieren absolute Respektlosigkeit in der Beziehung. Wenn Sie beide an dem Punkt angelangt sind, wo Sie sich gegenseitig herabsetzen und gezielt weh tun, dann sollten Sie lieber einen Schlussstrich ziehen. Sie überschreiten Grenzen und schaden sich am Ende selbst damit, denn das Spiel können Sie fortsetzen, bis zum Rosenkrieg.
Schweigen kann genauso anzeigen, dass das Feuer der Liebe erlöschen ist. Wenn Sie nur noch das Nötigste miteinander besprechen, ist die Beziehung so gut wie vorbei. Dann hilft entweder nur der Gang in eine Paarberatung oder Sie beenden Ihr Miteinander um wieder in lebendige Kommunikationen einzutauchen.
Und auch wenn die Beziehung zerbrochen ist – Verzagen Sie nicht. Das Leben geht weiter und es werden sich neue Türen öffnen.
Tags: Beziehungsende, Gehen oder Bleiben? Beziehungsaus, wann ist eine Beziehung zu ende? woran erkenne ich ein Beziehungsende?
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09. August 2010
Feinde möchte man eigentlich nicht haben. Sie machen Angst, Ärger und schlichtweg ungute Gefühle. Am liebsten würde man ihnen ausweichen oder sie in die Hölle verdammen.
Dabei vergessen wir gern zwei Dinge. Erst einmal, dass wir mit unseren Feinden mehr zu tun haben, als uns wahrscheinlich lieb ist und dann, dass Feinde die entscheidenden Katalysatoren auf dem Weg der Selbsterkenntnis sind. Besonders im Büroalltag können Feinde zu hilfreichen Lehrmeistern werden. Aber auch im Privatleben, sind die “Arschengel”, wie der Coach Robert Betz sie nennt, zu Unrecht verkannte Wegweiser. 
Fragen Sie sich doch zunächst einmal, ob Sie wirklich Opfer der Umstände sind, oder ob Sie sich nicht selbst zum Täter machen, indem Sie in die Opferrolle schlüpfen. Wie, meinen Sie? Ganz einfach. Opfer zu spielen, kann auch eine geschickte Taktik sein. Man sitzt auf einem moralischen Sockel und kann sich über andere beklagen, statt selbst zu handeln.
Spannend ist auch, sich mal anzusehen, was Sie denn genau von Ihrem Feind unterscheidet. Meist sind ja ja völlig unterschiedliche Sicht- oder Betrachtungsweisen. Anstatt sich darüber aufzuregen, können Sie dem Feind dankbar sein, dass er Ihnen ein Stück Ihrer eigenen Persönlichkeit zeigt. Sie ärgern sich über seine Großkotzigkeit? Dann sind Sie vielleicht ein kleinlauter Mensch, dem ein wenig mehr Lautstärke nicht schaden könnte.
Feinde fordern uns heraus. Wer noch nicht erkannt hat, dass das Leben keine andauernde Glücks- und Komfortzone ist, der wird spätestens durch einen Feind eines Besseren belehrt. Während wir es uns mit Freunden gemütlich machen, schubsen uns Feinde oft ins unbekannte Terrain. Gut so – denn Lehr- und Wachstumsphasen brauchen wir genauso wie die puschlige Sofazeit.
Am Ende geht es auch immer darum, zu sich selbst zu stehen. Zu erkennen, dass andere eben auch anders sind und es sein dürfen. Zu erkennen, dass man nicht immer auf die Matratzen steigen muss, um zu kämpfen und auch zu erkennen, dass Souveränität nicht gleich Egoismus ist.
Tags: Arschengel, Feinde, Mobbing, was tun gegen Feinde
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30. Juli 2010
Die Babypause ist vorbei,ihr kleiner Schatz ist gut versorgt und nun heißt es langsam: ab zurück in den Job. Sie haben auch Lust darauf, schließlich soll es sich in ihrem Leben auch noch um andere Themen drehen, als um Wickelkommoden und die neuesten Sauger.
Doch sind sie schon bereit, sich den anderen Herausforderungen zu stellen? Geht der Arbeitgeber mit, wenn Sie Ihre Stundenanzahl verringern wollen? Glauben Sie, es warten einige Hürden auf berufstätige Mütter, die nach der Elternzeit wieder arbeiten wollen. Wirklich leicht macht man es Ihnen nicht.
Familie und Erwerbstätigkeit lassen sich nach wie vor leider nur schwer miteinander vereinbaren. Das zeigt wieder einmal eine aktuelle Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB): “Frauen, die aus Berufen mit flexiblen, selbstbestimmten Arbeitszeiten kommen, kehren wesentlich schneller wieder an ihren Arbeitsplatz zurück. Berufe mit überdurchschnittlich langen Arbeitszeiten (über 46 Stunden pro Woche) erwiesen sich dagegen als besonders unattraktiv für junge Mütter.”
Mit ein paar Tipps schaffen Sie es trotzdem:
- Forschen Sie nach, was sich während Ihrer Auszeit im Betrieb verändert hat. Gibt es ein neues Computersystem? Wurden Posten gerückt? Gibt es neue Lieferanten?
- Es ist von Vorteil, wenn Sie direkt anknüpfen können und Bescheid wissen. Notfalls denken Sie über eine zusätzliche Qualifizierung nach.
- Müssen Sie sich neu bewerben? Dann punkten Sie mit der Elternzeit, statt sie zu verstecken. Mütter sind gefragte Organisationsgenies!
- Suchen Sie sich eine Branche, die Ihnen flexible Arbeitszeiten oder sogar einen Homeoffice-Platz ermöglicht.
- Wenn Sie Ihren Platz wieder haben, denken Sie daran, nicht nur von Ihrem Kind zu erzählen oder überall Bilder aufzustellen. Das wird den Kollegen mit Sicherheit schnell zuviel.
- Kümmern Sie sich rechtzeitig um Notfallbetreuung, falls das Kind zu Beginn der Betreuungszeit häufiger krank ist.
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